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Stiftung des Landkreises verleiht 2. Bürgerpreis
Drei Vereinen aus Bad Dürkheim, Grünstadt und Weisenheim am Berg wurden im Anschluss an die erste Kreistagssitzung 2010 die Zuwendungen aus dem mit insgesamt 6.000 Euro dotierten 2. Bürgerpreis des Landkreises Bad Dürkheim überreicht.
Landrätin Sabine Röhl gab dabei bekannt, dass die ausschreibende „Stiftung des Landkreises Bad Dürkheim für Kultur. Soziales, Umwelt, Bildung, Unterricht und Erziehung“ diesmal den Schwerpunkt ihrer Entscheidung auf Bewerbungen aus den Bereichen Naturschutz, Heimatpflege und Jugend gelegt habe. Etwa ein Drittel der Bevölkerung engagiere sich ehrenamtlich, stellte die Landrätin fest. Es sei schön, wenn man Hobby mit dem Einsatz zum Wohl der Gesellschaft verbinden könne.
Für den Erhalt wichtiger Baudenkmäler
Der Hauptpreis von 3.000 €uro ging an den Drachenfelsclub Bad Dürkheim. Der Verein sehe seine Aufgabe darin, zitierte die Landrätin und Stiftungsvorsitzende die Satzung, „historische und kulturelle Baudenkmäler wieder herzustellen und zu erhalten“. Gefördert würden Heimatkunde und –pflege, außerdem Landschaftspflege und Naturschutz. Besonders erwähnte Sabine Röhl als Beispiele den Bismarckturm und zuletzt den römischen Steinbruch „Krimhildenstuhl“. Vor allem bei der großen Pflegeaktion des historischen Steinbruchs habe der Verein 200 ehrenamtliche Stunden investiert und auch die notwendigen professionellen Arbeiten finanziert. Der Abschluss wurde mit einem öffentlichen Konzert unter Beteiligung der Stadtkapelle gefeiert. Die Sanierung der Schutzhütte dort und des Treppenaufgang stehen 2010 auf dem Programm des Drachenfelsclubs.
Der Club gibt außerdem Schriften zu den wichtigen Stätten rund um die Kreisstadt heraus. Eine wichtige Veröffentlichung ist auch die Wanderbroschüre, in der vier Wanderwege an den vom Verein betreuten Baudenkmälern, Anlagen und Plätzen vorbeiführen – das sind u.a. der Bismarckturm oder das Flaggentürmchen.
Nicht nur in Erster Hilfe „top“
Ihren 2. Preis in Höhe von 2000 Euro vergab die Stiftung an das Jugend-Rot-Kreuz Grünstadt, das 2003 wieder ins Leben gerufen wurde. Dem Aufruf sind damals über 100 Kinder und Jugendliche gefolgt. Die verschiedenen Altersgruppen werden dreimal wöchentlich in Jugendtreffs betreut und unterrichtet.
In diesem Zusammenhang hob die Landrätin besonders das Engagement von Bereitschaftsleiter Benjamin Töbich und seiner Ehefrau Anja hervor, die als Jugendleiterin mitarbeitet. Beide veranstalten und organisieren auch Tagesausflüge sowie 14-tägige Freizeiten. Die Jugendrotkreuzler konnten bei überregionalen Wettbewerben ihre Kenntnisse mit sehr guten Platzierungen beweisen: 2001 wurden die Kinder ab 12 Jahre Vizelandessieger, die älteren ab 16 Jahre schafften den Einzug ins den Bundeswettbewerb und wurden dort Vierte. Im Herbst 2009 wurde das Jugendrotkreuz Grünstadt Landessieger im Bereich Erst Hilfe. Die Förderung der Kinder führe dazu, dass viele in der Organisation blieben und in den aktiven Dienst wechselten.
Kulturelles Zentrum geschaffen
Mit 1000 €uro wurde der Förderkreis Ehemalige Synagoge Weisenheim am Berg von der Stiftung bedacht. Der seit 1988 bestehende Verein – derzeit 70 Mitglieder - hat das Gebäude der ehemaligen Synagoge erworben, restauriert und sorgt für die Erhaltung des historischen Bauwerks. Es wird seit 1990 als Kulturzentrum für öffentliche Veranstaltungen (Lesungen, Konzert, Symposien) genutzt. Dabei werde auch der Bezug zur ehemaligen Bestimmung des Hauses gewahrt, betonte die Landrätin bei der Preisübergabe. Nicht zuletzt sei damit auch der Bekanntheitsgrad der Gemeinde erhöht worden. Alle Aktivitäten erfolgten ehrenamtlich.
Auszeichnungen, Jubiläen und sonstige Personalien - 25.01.2010 - Manfred Letzelter
Muster-Widerspruch auf den Seiten des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)