Seit Jahren versuchen rechtsgerichtete Parteien, vor allem die NPD, in unserer Region Räumlichkeiten oder Häuser zu erwerben, um sich eine Anlaufstelle für ihre Aktivitäten zu schaffen. Das Thema „Rechtsextremismus“ wird im Landkreis Bad Dürkheim stark in der Bevölkerung diskutiert, seit die NPD mit ihren Kaufabsichten in Elmstein, Kirchheim und Altleiningen Aufsehen erregt hat.
Aus dem historischen Bewusstsein heraus, dass rechte Ideologien Deutschland schon einmal ins Chaos gestürzt haben, will der Landkreis Bad Dürkheim frühzeitig ein warnendes Zeichen setzen. Dazu hat auch der Kreistag eine Resolution verfasst, in der auf die landesweiten Bemühungen dazu hingewiesen werden.
Der Landkreis Bad Dürkheim hat deshalb einen „Aktionsplan gegen Rechts“ auf seiner Ebene in Gang gesetzt. Diese Präventionsarbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendtreffs, Kirchengemeinden und Verwaltungen im Landkreis und ist auf Dauer angelegt.
Die Bemühungen des Landkreises Bad Dürkheim, unter dem Motto „Wir tun was“ Aktionen gegen Extremismus zu unterstützen und Multiplikatoren auszubilden, werden nun auch bundesweit gewürdigt. Im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ werden die örtlichen Initiativen als Modell für Rheinland-Pfalz durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Mit diesem Geld konnte eine
eine externe lokale Koordinierungs-Stelle geschaffen werden, die beim protestantischen Dekanat Bad Dürkheim angesiedelt ist.
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