Heimatjahrbuch 2004 - Vorbilder und Polen-Kontakte gewürdigt

Heimatjahrbuch 2004 Cover

Im Outfit mit der frischer gestalteten Titelseite leicht verändert und aus Kostengründen um einige Seite dünner als die Ausgaben zuvor präsentiert sich das neue Heimatjahrbuch des Landkreises Bad Dürkheim. Die 22. Ausgabe dieser Serie, die wieder im Verlag Englram & Partner in Haßloch erschienen ist, hat 256 Seiten und kostet im Buchhandel 8 Euro. Landrätin Sabine Röhl bedankt sich in ihrem Vorwort ausdrücklich bei den Kreisgremien, die trotz Finanznot die Herausgabe des Buches weiter garantieren: "Mit diesem Buch bleibt dem Landkreis ein Projekt zu Identifikation, das alle Teile und Gebietskörperschaften einschließt".

Rund 50 Autoren und Fotografen haben dazu beigetragen, dass das Jahrbuch 2004 "wieder ein Band mit großer Themenvielfalt" geworden sei, so die Landrätin. Auf einen „roten Faden“ sei diesmal verzichtet worden, doch wolle man diese Tradition im nächsten Band wieder aufnehmen: Der letzte Beitrag im neuen Buch, die Geschichte der Limburgschule Bad Dürkheim, weise auf das Hauptthema des geplanten 23. Bandes schon hin; dort soll unter dem Motto "Bildung, Ausbildung im Landkreis" mit einer ganzen Reihe spezieller Themen die Bildungssituation im Landkreis beleuchtet werden. Sabine Röhl: "Es wird sich zeigen, dass wir uns da nicht zu verstecken brauchen".

Im vorliegenden 22. Buch wird dem Thema Kreispartnerschaft zu Kluczbork in Polen noch einmal breiter Raum gewidmet, vor allem auch mit Blick auf die EU-Erweiterung im Mai 2004. Dass über 100 Personen aus dem Kreis und vier Gemeinden sich auf den Weg nach Schlesien machten sei schon diese Aufmerksamkeit wert. Und dass sich vor einem Jahr das erste Ehepaar aus der Kreispartnerschaft zusammen gefunden hat wird auch berichtet: Die Berufsschullehrer Gerhard Moßmann aus Wachenheim und Krystyna Lis aus Kluczbork haben den Bund fürs Leben geschlossen. "Auch dies ein Ausfluss einer schon bestehenden Schulpartnerschaft. Wir werden uns als Kreis weiter dafür einsetzen, dass gerade zwischen Schülerinnen und Schülern in beiden Kreisen enge Kontakte entstehen. Die heutige Jugend soll schließlich auf unseren Spuren dafür sorgen, dass Europa zusammen wächst und nachhaltig weiter Frieden erlebt", unterstreicht Landrätin Sabine Röhl.

"Ob Wald oder Wein, ob Musik oder Malerei, ob Geschichte im Sinne von Historie oder Geschichten im Sinne von Lesespaß - ich hoffe, dass alle, die das Heimatjahrbuch 20004 zur Hand nehmen, ihre Freude haben2. Mit 67 redaktionell gestalteten Beiträgen und 25 Gedichten, teilweise in Mundart, sollte nach ihrer Ansicht für jede und jeden etwas dabei sein. Regional sind Geschichten aus allen Verbands- und verbandsfreien Gemeinden enthalten. Thematisch kommen zu den genannten Bereichen Natur und Umwelt, aktuelle - aber in die Zukunft reichende - Ereignisse. Ein paar Beispiele: Unter der Überschrift "Vorbilder im Einsatz für die Gemeinschaft" werden viele Bürgerinnen und Bürger vorgestellt, die 2003 hohe Auszeichnungen für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhielten. Die Landrätin: "Dies halten wir aus Kreissicht für sinnvoll, da die Tages- und Wochenzeitungen sich bei Veröffentlichungen über Ehrungen immer nur auf ihren engen Bereich beschränken; so werden die guten Beispiele in allen Gebieten des Kreises bekannt".

Weitere ausgewählte Themen aus dem 22. Heimatjahrbuch: Alle Partnerregionen sind vertreten – neben Polen auch die Kreise Starnberg und Saale-Holzland sowie die Südtiroler Weinstraße; die Mikwe der Herxheimer Juden; die "Scheibenwischerinnen" von 1954 in Deidesheim; das Blumendorf Gönnheim (ziert auch das Titelblatt) aus der VG Wachenheim; 20 Jahre Seniorenarbeit in Kirchheim (VG Grünstadt-Land); der Handelsverein Carlsberg (VG Hettenleidelheim); die Wildschweinplage in der VG Lambrecht; der Hasslocher Eierkrieg von 1919; die Posse um das Jost-Denkmal an der Limburg in Bad Dürkheim; Grünstadt im deutsch-französischen Krieg.

Auf musikalischer Seite widmen sich Beiträge den Geschwistern Dingler und Ivandic aus Bockenheim und Wachenheim; beide Paare gewannen 2003 im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Die Kinderkantorei von Deidesheim ist Thema wir das International bekannte "Rennquintett" aus Carlsberg. Bei den präsentierten Künstlern ragt Anneliese Welker-Stahel aus Lambrecht heraus. Vorgestellt werden Josef Zeller (Niederkirchen) und Burkhart Braunbehrens aus Ebertsheim.
"Sicher ein schönes und preisgünstiges Geschenk", wirbt Landrätin Sabine Röhl für das neue Buch, das im Buchhandel der Region angeboten wird.

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