Heimatjahrbuch 2007 - Jubiläumsband

Heimajahrbuch 2007

254 Seiten, Verlag Englram & Partner, 67454 Haßloch/Pfalz, Siemensstraße 3, Preis: 8 €

Das Hambacher Schloß in den Umrissen der Bundesrepublik, schwarz-rot-gold unterlegt – das ist das Titelbild des 25. Heimatjahrbuchs des Landkreises Bad Dürkheim. Neben diesem Silberjubiläum begeht die Redaktion in dem 254-seitigen Band für 2007 gleichzeitig die 175. Wiederkehr des Hambacher Festes von 1832 und 60 Jahre Rheinland-Pfalz. Landrätin Sabine Röhl dankte bei der Vorstellung des Buches allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Jubiläumsband wieder zu einem gelungenen Werk innerhalb „des wachsenden Geschichtsbuches des Landkreises Bad Dürkheim“ machten; speziell Medienreferent Manfred Letzelter (Hassloch), der seit 25 Jahren die Redaktion leitet, sowie Joachim Brucker vom Verlag Englram & Partner in Haßloch. Das 25. Heimatjahrbuch ist in einer Auflage von 5500 Exemplaren erschienen und kostet im Handel 8 €uro. „Ein Heimatjahrbuch wie gewohnt, mit allem, was die Leserinnen und Leser sich wünschen“, schließt Sabine Röhl ihr Vorwort.

„Ein Vierteljahrhundert Ideenreichtum und Sachkompetenz“ bescheinigt die Landrätin dem Redaktionsteam, aus dessen erster Mannschaft neben dem Leiter noch Dr. Fritz Schumann (Bad Dürkheim) an der Arbeit ist, der zusammen mit Georg Karl Rings (Weisenheim/Bg.) Beiträge zum Schwerpunktthema Hambacher Fest aus Ungstein lieferte, die von der Öffentlichkeit so noch kaum wahrgenommen worden waren (zum „Roten Fitz“ und über Dr. G.F. Koch). M. Letzelter stellt die aktuellen Umbauarbeiten am Schloß vor, schildert den Werdegang der Siebenpfeifferstiftung und geht kurz auch auf die Hambach-Gesellschaft ein. Andreas Lang stellt das neue Brettspiel zum Fest vor, von Martin Baus (Homburg/Saar) kommt eine Geschichte des „Preßvereins“. Edith Merckel (Bad Dürkheim) hat die Notizen des Dichters G.F. Blaul zum Hambacher Fest zusammen gefasst, Dr. H.-J. Blinn (Landau) schreibt über den Maler-Poet H. J.  Fried zu jener Zeit. Wolfgang Heiss (Obrigheim) geht den Tiraden gegen die Freiheit der „Amts- und Intelligenzblättern“ im 19. Jahrhundert auf den Grund. Während Karl Heinz Himmler (Lambrecht) einen Vorfahr des Lambrechter Stadtbürgermeisters beim Hambacher Fest porträtiert und ehemalige Bewertungen der Ereignisse aufzeichnet, stellt Brigitte Deiters (Deidesheim) eine Fahne aus Grünstadt vor, die möglicherweise in Hambach getragen wurde. Dass auch zwei Haßlocher als Laienrichter beim Assisengericht gegen Siebenpfeiffer in Landau dabei waren, hat Dr. Wolfgang Hubach (Hassloch) herausgefunden. Und schließlich skizziert Carmen Letzelter (Haßloch) Stationen von Arno Scheurer aus dem pfälzischen Großdorf, der vor 25 Jahren das Jubiläumsfest in Hambach für die Landesregierung organisierte.

Den Werdegang des Jahrbuches seit 1982 beschreibt Brigitte Deiters in einem Interview mit den beiden verbliebenen Erst-Redakteuren. Am Geburtstag des Landes und dem des „Chefredakteurs“ versucht sie auch die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz zu skizzieren. Und wer erinnert sich noch daran, dass der erste Finanzminister des Landes mit Dr. Hans Hoffmann aus Wachenheim kam? Gert Oberste-Lehn (Wachenheim) hat seine Geschichte aufgearbeitet.

Der Themenrahmen auch des 25. Bandes der Heimatjahrbuchreihe spannt sich wie gewohnt über viele Bereiche, berichtet aus den meisten Gemeinden des Landkreises, „lehrreich und unterhaltend zugleich“, wie Landrätin Sabine Röhl formuliert. Eine kleine Auswahl: !00 Jahre PWV Deidesheim (von Hildegard Janssen-Müller); ein Grünstadter Jäger erstürmt 1849 die „Düppeler Schanzen“ (Joachim Specht); ein Schüler des Leininger Gymnasiums Grünstadt mit Migrationshintergrund schildert, wie er gefördert wurde (Mehmet Simsek); die Schmuckwerkstatt der vhs in Freinsheim (Hannelore Bähr); die 450-jährige protestantische Kirchenordnung im Leiningerland (Jürgen Bich) und die Ebertsheimer Gruben (Klaus Linska); der „Kupferbergfelsen“ bei Altleiningen (Sigrid Ladwig); der Bahnhof Lambrecht (Volker Edel); der neue Haßlocher Ehrenbürger Gerard Martin (Hanns-Uwe Gebhardt) und das Jubiläum der Weinfreunde Wachenheim (G. Oberste-Lehn). Das verschollene Testament Valentin Ostertags hat Kunigunde Paetsch-Wollschläger „ausgegraben. Ausführlich wird in dem Buch über die Partnerschaften des Landkreises mit Reportagen berichtet. Insgesamt haben 45 Frauen und Männer an dem Jubiläums-Band mitgewirkt.


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