Heimatjahrbuch 2008 - Schwerpunktthema Musik

Heimajahrbuch 2008

256 Seiten, Verlag Englram & Partner, 67454 Haßloch/Pfalz, Siemensstraße 3, Preis: 8 €

„Der Landkreis Bad Dürkheim ist ein musikalischer Kreis bzw. seine Bewohner sind außerordentlich musikalisch. Wir stellen immer wieder mit Staunen fest, wie viele junge Menschen aus den Gemeinden unseres Kreisgebiets vordere Plätze beim Wettbewerb „Jugend musiziert" belegen - auf Landes- und Bundesebene.“ Dies sagte Landrätin Sabine Röhl im Vorwort des neuen Heimatjahrbuches des Landkreises Bad Dürkheim mit dem Schwerpunkt Musik. Die breitgefächerten Erfolge des Jahres 2007 hätten die Redaktion des Heimatjahrbuches auf die Idee gebracht, einmal in die Musikszene der Region hineinzuleuchten. „Was herauskam ist lesenswert. Da sind die jungen Talente bis hin zu den erfahrenen Musikern; da sind Menschen, die sich in Ehrenämtern zum Wohl des Musizierens engagieren. Wir sehen, wie Musik Freunde beschert oder den Tourismus fördert“. Der 26. Band der Jahrbuchreihe ist im Verlag Englram & Partner in Haßloch erschienen, hat 256 Seiten mit vielen Farbbildern und ist für 8 €uro im Handel oder in der Kreisverwaltung erhältlich.

Das Schwerpunktthema „Musik im Landkreis Bad Dürkheim" umfasse alle Facetten dieser Kultursparte, aber bei weitem konnte nicht alles und jedes aufgegriffen und dokumentiert werden, so Redaktionsleiter Manfred Letzelter. „Die zahlreichen Beiträge gleichen mehr einem Scheinwerfer; der in die Szene hineinleuchtet. Nicht einmal das ganze Buch hätte gereicht, um die gesamte Bandbreite musikalischer Arbeit und Freude im Landkreis darzustellen. Der Band zeigt aber auch schlaglichtartig auf, welche interessanten musikalischen Themen es in den Partnerregionen gibt.

Das neue Jahrbuch blickt noch einmal zurück auf die 175-Jahr-Feier„Hambacher Fest", auf den Polenbesuch im Rahmen von Kreis- und Gemeindepartnerschaften, auf das Jubiläumsjahr mit dem Landkreis Starnberg.. Die Landrätin dankte der Redaktion wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen 26. Band gestaltet haben, den ein grafisch gestaltetes Titelbild zum Thema von Marion Hellmann ziert.

„Sinfonietta“ und Geiger-Familie

Bereits im Kalendarium werden auf 12 Fotos Solisten und Chöre aus dem Kreis vorgestellt. Das Buch startet mit einem Beitrag über Dr. Roland Würtz aus Weisenheim am Berg, der 20 Jahre das Kreisjugendorchester „Sinfonietta Palatina“ leitete. Fortgesetzt wird die Reihe der herausragenden Musiker mit der Geiger-Familie Ungureanu aus Bobenheim am Berg. Seit 20 Jahren leitet Kurt Siebein die Musikschule in Haßloch, seit 25 Jahren ist seine Kollegin Silvia Helbach in dieser Funktion an der Musikschule Deidesheim; sogar 30 Jahre ist Jürgen E. Müller Kirchenmusikdirektor in Bad Dürkheim. Das breite Spektrum des Inhalts geht von der Tanzband „Monte Carlo“ aus Carlsberg hin zum Jazz in Großkarlbach. Dazwischen geht es um die Geschichte der Stadtkapelle Lambrecht oder das Akkordeon an der Musikschule Leiningerland in Grünstadt, von der auch der Oldiechor vorgestellt wird. Dem Pfälzer Lehrer und Komponisten Oskar Frey aus Ruppertsberg ist ein Kapitel gewidmet und sogar der „Hambacher“ Philipp Jakob Siebenpfeiffer hatte musikalische Ambitionen.

Musik bei den Partnern des Kreises

Wie ein „west-östlicher Diwan“ mutet die Partnerschaft der Musikschulen Bad Dürkheim und Stadtroda bzw. Saale-Holzland-Kreis an. Aus diesem Bad Dürkheimer Partnerkreis stammt auch die DDR-Rocklegende Klaus Renft und dort war auch in der Kreisstadt Eisenberg eine Hochburg des Klavierbaus. Die Musik im Landkreis Starnberg wird durch die Orff-Festspiele am Kloster Andechs repräsentiert. Zu lesen ist über die „Band ohne Namen – Bez Nazwy“ aus Kluczbork und über Musik im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Ein Hort der Stubenmusik ist der Turmhof Entiklar an der Südtiroler Weinstraße.

Opernsänger und Elvis-Roadie aus Haßloch

Haßloch bracht mit Prof. Peter Ullrich einen gesuchten Opernsänger hervor, in dieses Fach möchte auch die Grünstadter Schülerin Sarah Lewark. Vielfältig ist die Musikkultur in Dirmstein. Die „Liedertafel“ Ungstein singt seit 125 Jahren, Ulrich Dörr aus Laumersheim hat schon 15 Chöre gleichzeitig geleitet. Ein Beitrag widmet sich dem Chorgesang in der Synagoge Bad Dürkheim, der Jazz-Workshop in Freinsheim wird beleuchtet und die Geschichte der Posaunenchöre im Kreis nachvollzogen. Wichtig für die Musikszene im Landkreis erschien auch der Kirchheimer Konzertwinter. Ein „Schmankerl“ ist die Geschichte über den Hasslocher Jürgen Mayer, der mit Elvis Presley auf Tour war. Erstaunlich für Musikfreunde ist der „Rundbogen“, mit dem der Cello-Professor Burkhard Weber aus Bissersheim konzertiert.

Schulen ein Hort der Musik

Natürlich sind auch die Schulen ein Hort der Musik. Die Waldorfschule in Frankeneck bietet täglichen Musikunterricht an, auch die Regionale Schule in Lambrecht kann sich auf diesem Gebiet sehen bzw. hören lassen. Kinder werden musikalisch ausgebildet in der katholischen Gemeinde Deidesheim oder – eine Streicherklasse – im Hannah-Arendt-Gymnasium Haßloch. Über die „zehn Gebote für den kirchlichen Gesang“ wird am Beispiel der Pfarrei Neuleiningen berichtet.

Aktuelles und Historisches

Der 2. Teil des Heimatjahrbuches 2008 bringt wie gewohnt „Geschichte und Geschichten“, aber auch aktuelle Themen aus dem Kreisgebiet. Die neue Turnhalle in Grünstadt oder die neuen OP-Räume im Kreiskrankenhaus, die neuen Schulleitungen in der Sophie-Scholl-Realschule in Haßloch und der Berufsbildenden Schule in Bad Dürkheim sowie die neue Spitze der Sparkasse Rhein-Haardt. Das neue Haus des Vogelschutzvereins Ebertsheim und der Haßlocher Adoptivenkel des Malers Otto Dill sind ein Thema wie die 100 Jahre des ASV Hardenburg. Ein Artikel beschäftigt sich mit der Familie Blaul in Gönnheim, ein anderer mit der Wachenheimer Stadtmauer und einer mit den Römern im Elmsteiner Tal. Der Heimatdichterin Emmi Bohnenstiel aus Herxheim am Berg ist ein Beitrag gewidmet, auch der Lesegesellschaft Bad Dürkheim, die vor 200 Jahren gegründet wurde. Lesenswert: Wie König Ludwig I. und Königin Therese 1829 im Leiningerland waren oder die Ausgrabungen an der „Heidenmauer“ in Bad Dürkheim. Mit Graf J.G. von der Hauben aus Gerolsheim und der 150-jährigen Feuerwehr Meckenheim wird das Buch beschlossen. Zahlreiche Gedichte lockern das Heimatjahrbuch wieder auf.


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