Burg Neidenfels

Zwei Burgen beherrschten das Tal - Burgruinen Neidenfels und Lichtenstein

Burg Neidenfels

Im Lambrechter Tal an der Bundesstraße nach Kaiserslautern liegt die Gemeinde Neidenfels, die ehemals von zwei Burgen, Lichtenstein und Neidenfels, beherrscht wurde. Die Burg gleichen Namens wurde um 1330 von Pfalzgraf Rudolf II. errichtet. Lehensmänner waren die Brüder Gerhard und Johannes von Odenbach, deren Mutter eine geborene Lichtenstein war. Sie verwalteten den weitläufigen Forst und sicherten die Geleitstraße Neustadt - Kaiserslautern. 1356 lieh Johann von Wachenheim dem Pfalzgrafen 500 Goldgulden zum Ausbau der Neidenfels. Als Gegenleistung versicherte der Fürst dem Wachenheimer und seinen Erben die Burg solange zu überlassen, bis die Schuld getilgt sei.

Verwaltungsburg

Bei seinem Regierungsantritt belehnte Kurfürst Ludwig III. im Jahre 1410 die Edlen von Steinhausen mit der Neidenfels, danach folgte das Geschlecht der Angelocher. Als Verwaltungsburg blieb Neidenfels zunächst frei von Kriegen und Fehden und "schlief" bis 1577. Damals erhielt ein Reiteroberst, Dr. Peter Beutterich, Diplomat und Regierungsmitglied, von Kurfürst Johann Casimir, dem "Jäger aus Kurpfalz", den Besitz Neidenfels, wurde dessen "Außenminister". Das Geschlecht Beutterich starb 1618 aus. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Burg Neidenfels von französischen Truppen zerstört.

Reben im kühlen Tal

Ein späterer Herr der Waldungen, Forstmeister Glöckle, ließ aus den Mauersteinen Terrassen anlegen und pflanzte Reben an; die Trauben wurden aber in dem engen kühlen Tal nie richtig reif. Von der einst stolzen Burg blieben nur Mauerreste und drei Kellergewölbe.

Die Lichtenstein

Die Burg Lichtenstein, westlich von Neidenfels an einem Berghang des "Lichtensteiner Kopfes" rund 270 Meter hoch gelegen, wurde wohl Ende des 11. Jahrhunderts erbaut. Mauerreste gruppieren sich heute um einen Felssockel, der den Wehrturm trug. Die weitläufige Sippschaft des Konrad von Lichtenstein entwickelte sich teilweise zu Raubrittern. Sie plünderten auch die Besitzungen der Stadt Speyer, was 1281 den Bischof und den Stadtrat (bisher zerstritten) zu einem Abwehrbund vereinte. Unter der Führung von Hauptmann Johannes von Lichtenstein, einem Vetter des Burgherrn, machte sich eine große Streitmacht auf in den Pfälzerwald, der die Lichtenstein nicht gewachsen war. Die Burg wurde erobert und zerstört. Die Reste der Burg Lichtenstein fielen 1838-1849 dem Bau der Bahnstrecke Ludwigshafen-Kaiserslautern zum Opfer.


Informationen zu den Burgruinen Lichtenstein und Neidenfels:
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht
Tel.: 06325/181-0
Fax: 06325/181-200
E-Mail: info@vg-lambrecht.de
Internet: www.vg-lambrecht.de
Meldung

Wein und Gastgeber

Mittelhaardt - Deutsche Weinstraße
Wein, Veranstaltungen, 
Gastgeber und mehr

Meldung

"Lebensart"

Deutsche Weinstrasse - LebensART, Das Magazin
Lust auf Urlaub und Genießen an der Deutschen Weinstraße mehr

Meldung

Marathon

Marathon Deutsche Weinstraße

Der Landkreis Bad Dürkheim veranstaltet am 22.04.2012 den 8. Marathon Deutsche Weinstraße mit Halbmarathon. mehr
Meldung

Neue Wanderbroschüre

Neue Wanderbroschüre
Entdeckungen per Fuß entlang der Deutschen Weinstraße durch´s Rebenmeer und Pfälzerwald mehr