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Seit fast 800 Jahren beherrscht die Festung Hardenburg das Isenachtal oberhalb des westlichen Stadtteils von Bad Dürkheim. Es ist eine der gewaltigsten Burganlagen der Pfalz mit 180 Metern Länge und 90 Metern Breite. Die Ruine ist relativ gut erhalten und steht unter der Verwaltung des Landes Rheinland-Pfalz.
Erbaut wurde die Hardenburg vermutlich 1214 von Graf Friedrich II. von Saarbrücken-Leiningen, der seit 1205 Inhaber der Vogteirechte im Speyergau war, oder von dessen Großvater Graf Simon I.. Errichtet ist sie auf Grund und Boden der Mönche der benachbarten Abtei Limburg. Von dieser ältesten Anlage sind nur wenige Reste zu sehen. Im Jahr 1237, der ersten Teilung des Leininger Geschlechts, erhielt Friedrich III., der ältere Sohn von Friedrich II., die Festung zugesprochen. Verbunden damit war das einträgliche Vogteirecht über die Limburg. Schon 1317 ging die Burg an Graf Jofried von Leiningen über, der sie zur Stammburg der jüngeren Linie der Grafen von Leiningen-Hardenburg-Dagsburg machte.
In fast 50 Fehden und Kriegen der Leininger zwischen 1398 und 1525 verschwand das eigentliche und ursprüngliche Gesicht der Hardenburg durch mannigfache Zerstörungen. Anfang des 16. Jahrhunderts geriet die Festung gar in fremde Hände, da der Kaiser die Reichsacht über die kriegerischen Grafen verhängt hatte. 1519 konnten die Leininger die Rückgabe erzwingen.
Bis 1725 war die Burg noch Sitz der Leininger Grafen, ehe Graf Friedrich Magnus selbst seine Residenz in Bad Dürkheim nahm. 1780/81 ließen die Leininger ihre weiter von Beamten bewohnten Burg teilweise wiederherstellen. 1794 zerstörten wiederum französische Truppen den Bollwerksturm und äscherten die Gesamtanlage ein. Von Napoleons Verwaltung erst beschlagnahmt, dann an Privatleute verkauft, kam die Hardenburg 1820 in den Besitz des bayrischen Königshauses.
Die Ruine Nonnenfels aus dem 13. Jahrhundert, auf der gegenüberliegenden Talseite westlich der Hardenburg war vermutlich ein Vorwerk dazu. Nur Mauerreste und eine Felsenkammer sind erhalten.
Auf der Nordseite des Isenachtals war eine leiningische Burg aus dem frühen 3. Jahrhundert, heute die Ruine Schloßeck. Teile der Ringmauer und eines fünfseitigen Bergfrieds sind zu erkennen, auch das Burgportal, das 1883/84 aus Fundstücken wieder errichtet wurde.
In den Jahren danach sind die gewaltigen Festungsanlagen und Gebäude errichtet worden, die heute das Aussehen der Hardenburg prägen. Die drei runden Geschütztürme in den Ecken der Hauptburg stammen aus dieser Zeit, ein weiterer Turm mit einer 7 m starken Mauer schützte die Burg von Westen. Ihn verbindet ein Quertrakt mit der Ringmauer der inneren Burg.
Vom südlichen Vorhof geht es durch das innere Burgtor in den inneren Burghof. In der Nordwestecke des Hofs befinden sich ausgedehnte Kelleranlagen. Die Umfassungsmauern führen zum Kugelturm ("Dicker Turm") in der Nordostecke. Ein kleinerer Turm an der Nordwestecke heißt Gefängnisturm. In den Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts bewährten sich offenbar die starken Mauern, die Burg blieb selbst im 30jährigen Krieg unzerstört. Doch 1692 ereilte sie ihr Schicksal im Pfälzischen Erbfolgekrieg, als die Franzosen unter General Melac (der auch das Heidelberger Schloß zerstören ließ) nach zweijähriger Besetzung Teile der Festungsanlagen sprengen ließen.

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