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Von der UNESCO ist sie als kulturelles Erbe der Menschheit nach Artikel 1 der Haager Konvention ("schutzwürdiges Kulturgut") anerkannt: Die Klosterruine Limburg aus rotem Sandstein, hoch über dem Stadtteil Grethen der Kurstadt, das Wahrzeichen von Bad Dürkheim. Sie ist die baugeschichtlich wohl bedeutendste Kirchenruine der Pfalz. Nach der Legende hat Kaiser Konrad II. für dieses Kloster, das ursprünglich ein Dom werden sollte, am selben Tag den Grundstein gelegt wie für den Speyerer Dom. Im übertragenen Sinne ist damit aber sicher mehr der hohe Stellenwert dieses salischen Hausklosters angedeutet denn das genaue Datum.
Im Jahre 1025 gründeten Kaiser Konrad II. (damals noch König, 1027 in Rom zum Kaiser gekrönt) und seine Gemahlin Gisela auf dem Bergrücken im Isenachtal, wo zuvor die Stammburg der salischen Herzöge stand, eine Benediktiner-Abtei. Baumeister war der Mönch Gumbert, später Abt des Klosters. Die Kirche wurde 1042 geweiht, nachdem schon 1034 die Konventsgebäude von Mönchen bezogen worden waren.
Heinrich III. (Konrads Sohn), bestattete hier 1038 seine Gattin Königin Gunhild (die dänische Königstochter starb während eines Italienzuges); eine Grabplatte im Bereich des Hauptschiffs kündet heute noch davon. Weil er aus Italien einen (angeblichen) Splitter vom Kreuz Jesu mitbrachte, hieß, die Limburg auch "Stift zum Heiligen Kreuz". 30 Jahre, bis 1065, war das Kloster auch Aufbewahrungsort der Reichsinsignien mit Kaiserkrone und einem goldenen Psalter Karls des Großen. Heinrich IV. ließ den Reichsschatz nach Speyer bringen.
Die Leininger Grafen wurden 1206 Schutzvögte des Klosters, bis ihnen Kurfürst Friedrich von der Pfalz 1471 diese Würde wieder entzog. Im Jahre 1504 wurde die Anlage von Leininger Bauern geplündert und in Brand gesetzt, die Flammen schlugen zwölf Tage und Nächte empor. Trotz Klage bei Kaiser und Papst gegen sie, sehen sich die Leininger nicht genötigt Wiedergutmachung zu leisten. Der Wiederaufbau verzögerte sich immer wieder, so dass 1554 eine Notkirche entstand; der Einbau einer Trennwand auf Anweisung von Abt Siegfried machte dies möglich. Abt Martin Rebstock läßt die Altare wieder aufrichten.
Es handelt sich bei der Limburg baugeschichtlich um eine dreischiffige romanische Basilika mit Querschiff. Im Osten ist sie durch einen Chor begrenzt mit zwei halbrunden Apsiden, durch eine Mauer vom Hauptschiff (44 in breit, 110 m lang) getrennt. Von den Säulen des ehemaligen Kirchenschiffs sind zwei erhalten, an den Stellen der restlichen stehen heute Platanen.
Auch dass die Reformation 1563 durch Kurfürst Friedrich III. Einzug hielt in der Pfalz, behinderte den Wiederaufbau der Anlage und das Weiterführen des Klosterlebens. 1574 wurde das Kloster schließlich säkularisiert, verfiel und diente seit 1794 als Steinbruch. Die Stadt Bad Dürkheim kaufte 1843 die Ruine samt Gelände und ließ 1925 die Konservierungsarbeiten beginnen. 1973 wurden weitere umfangreiche Restaurierungsarbeiten angefangen. Land und Bund halfen der Stadt und einer Bürgerinitiative "Aktion Limburg" finanziell. Unter anderem wurden die von neun Kreuzgewölben überdeckte Krypta wiederhergestellt und die Apsiden gedeckt.
Die Tonnengewölbe der beiden seitlichen Vorhallen des Westwerks sind erneuert. Durch ein neues Portal kann der Besucher durch die mittlere vor die Kirchenruine treten. Davor war ehemals das sogenannte "Paradies", von dem noch spärliche Reste zu sehen sind. Flankiert wird der Westteil der Anlage von zwei Treppentürmen. Der nördliche, im Stil romanisch, ist ein Torso; in gotischem Stil wurde der Ostturm um 1300 erneuert, er war durch Blitzschlag zerstört gewesen. Zur Klosteranlage gehören noch der Schlafsaal der Mönche (Dormitorium), der Kapitelsaal, der Klosterhof und der Kreuzgang sowie ein Speisesaal.
Die Ruinenanlage wird seit vielen Jahren als attraktive Stätte für Theater- und Konzertaufführungen genutzt. Eine Steinpyramide mit Gedenktafel erinnert an Eduard Jost, der hier neben dem Limburgturm das "Pfälzer Lied" geschrieben haben soll. Eine Burgschänke lädt zum Verweilen bei Speise und Trank ein.

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