Isolation und Quarantäne, Absonderung

Neue Regelungen ab 05/2021

 

In Absonderung muss,

  •  wer einen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte ODER

  • COVID 19-typische Symptome hat, also krankheitsverdächtig ist ODER
  • mit Corona infiziert ist („Isolation“) ODER
  • wer aus einem ausländischen Risikogebiet in die Bundesrepublik einreist, es sei denn, es greift ein in der Verordnung geregelter Ausnahmetatbestand (siehe unten)

Dauer der Absonderung:

Personen mit SarsCov2-positivem PCR-Test

a) Bei Krankheitssymptomen:
Die Absonderung endet frühestens 14 Tage nach der Vornahme des PCR-Tests, Voraussetzung mind. 48 h Symptomfreiheit unmittelbar vor errechnetem Ablauf der Absonderungsdauer

b) Ohne Krankheitssymptome:
Die Absonderung endet frühestens 14 Tage nach der Vornahme des PCR-Tests

Achtung:
Bei Vorliegen eines schweren Krankheitsverlaufs oder bei Nachweis bestimmter Virusmutationen wird zur Beendigung der Absonderung ein zusätzlicher Test gefordert. Darüber wird im Einzelfall durch das zuständige Gesundheitsamt entschieden. 

Personen mit positivem Schnelltest, der durch geschultes Personal vorgenommen wurde:

Die Absonderung dauert solange, bis ein negativer PCR-Test (Abstrich) vorliegt.
Wird kein PCR-Test vorgenommen, gilt obige Regel analog.

Positives Ergebnis im Selbsttest:

Es besteht die Verpflichtung zur Vornahme eines Schnelltests (PoC-Test/Antigennachweis) durch geschultes Personal bzw. zur Durchführung eines PCR-Tests (Teststelle/Arztpraxis etc.)

Enge Kontaktperson:

Enge Kontaktpersonen sind unmittelbar nach Kenntniserlangung zur Absonderung und zur Durchführung eines PCR-Tests verpflichtet.

a) im gleichen Haushalt wie der sog. Indexfall (positiv getestete Person): 
Absonderung für 14 Tage ab dem Folgetag der Testung des Primärfalls

b) außerhalb des Haushaltes des Indexfalls:
14 Tage Absonderung ab dem letzten Kontakt zum Primärfall

Achtung:
Bei Nachweis bestimmter Virusmutationen beim Primärfall/Index wird zur Beendigung der Absonderung auch bei den Kontaktpersonen ein zusätzlicher Test gefordert. Darüber wird im Einzelfall durch das zuständige Gesundheitsamt entschieden. 

Ausnahmen gelten für symptomfreie KP, die vorher bereits positiv getestet worden waren oder vollständig geimpft sind (Details siehe Landesverordnung)

Covid19-Krankheitsverdächtige:

Absonderung solange, bis ein negatives PCR-Testergebnis vorliegt -
(Ausnahme: die Person ist Kontaktperson Kategorie 1, hier gilt die Absonderungspflicht weiter, s.o.)

LVO Absonderung:

Landesverordnung zur Absonderung von mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten oder krankheitsverdächtigen Personen und deren Hausstandsangehörigen und Kontaktpersonen vom 30. April 2021 (pdf-Dokument - externer Link)

Stand: gilt ab 1. Mai 2021

Einreisende:

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt seit 11.01.2021 eine „Zwei-Test-Strategie“.

Verpflichtend muss vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise ein Corona-Test durchgeführt werden.

Die grundsätzliche Verpflichtung zur Absonderung bleibt auch bei negativem Test bestehen.

Die Dauer der Absonderung beträgt grundsätzlich 10 Tage bzw. 14 Tage nach Einreise aus einem sog. Virusvariantengebiet.

Die Absonderung kann nur unter bestimmten Ausnahmen entfallen, bzw. nach 5 Tagen mit einem erneuten negativen Test beendet werden. Dies gilt nicht für Einreisende aus einem Virusvariantengebiet. 

Diese Testung entbindet jedoch nicht automatisch von der Absonderungspflicht.

BMG: Regelungen für Einreisende nach Deutschland im Zusammenhang mit COVID-19 (externer Link zum RKI)


Wohin in Absonderung:

Eine Unterkunft ist für Zwecke der Absonderung geeignet, wenn durch eine räumliche Abgrenzung sichergestellt ist, dass kein Kontakt zu Personen besteht, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. Menschen in Quarantäne ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Absonderung und Arbeit:

Wer in Quarantäne muss und berufstätig ist, kann in der Regel nicht an seinen Arbeitsplatz gehen. Falls möglich, ist Arbeiten von zu Hause aus natürlich erlaubt.

Weist man keine Krankheitssymptome auf, darf der Hausarzt keine AU-Bescheinigung (sog. Krankmeldung) ausstellen. Dies gilt auch für positiv Getestete OHNE Symptome.

Der Bescheid des Gesundheitsamtes über die Isolation/Quarantäne dient aber dabei als Berechtigung zur Entgeltfortzahlung!

Erkrankt man während der Quarantäne, besteht von diesem Zeitpunkt an Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit – dies kann der Hausarzt bescheinigen.

Eine Quarantäne nach Reiserückkehr muss ohne die behördliche Anordnung (Bescheid) erfolgen! Hierzu sind Sie nach der Landesverordnung verpflichtet. Reiserückkehrer, die ihren Urlaub in einem Risikogebiet verbracht haben, sind selbst verantwortlich.

Eine Berechtigung zur Entgeltfortzahlung besteht in diesen Fall nicht.

Homeoffice kann hier auch eine Lösung sein.

Generell sollte eine Absprache mit dem Arbeitgeber erfolgen.


Speziell: Einreise aus Risikogebiet

In Quarantäne muss grundsätzlich,

  • wer aus einem ausländischen Risikogebiet in die Bundesrepublik einreist

Ausnahmen von der Quarantänepflicht finden Sie hier:  
Übersicht Quarantäne und Einreise (externer Link)

Wie und wo muss die Einreise aus einem Risikogebiet angemeldet werden:

Es besteht die Verpflichtung, das Gesundheitsamt unverzüglich über die Einreise zu informieren. Dieser Verpflichtung kommen Sie nach, indem Sie Ihre Einreise vorab online anmelden unter digitale Einreiseanmeldung (externer Link)

Falls diese digitale Anmeldung nicht möglich ist, müssen Sie in Ausnahmefällen eine schriftliche Ersatzanmeldung ausfüllen und diese an den Beförderer oder die Grenzbehörde abgeben oder nach ihrer Einreise unverzüglich an das Gesundheitsamt übermitteln.

Das Muster dafür finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Aussteigekarte_08-20.pdf

(Text als pdf-Dokument - Stand: 11.01.2021)


Weiterführende Informationen finden Sie hier:


https://corona.rlp.de/de/startseite/


(03.05.2021)


 
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