Kreiskrankenhaus plant behutsame Rückkehr zur Normalität

Wieder planbare Operationen möglich

 

Die erwartete Welle an Neuinfektionen und damit verbunden eine starke Zunahme an Corona-Patienten ist im Kreiskrankenhaus Grünstadt ausgeblieben. „In den letzten Tagen gab es nur wenige Aufnahmen von Covid-19-Patienten oder –Verdachtspatienten“, so der Leiter des Pandemie-Krisenstabes und Chefarzt der Abteilung Innere Medizin Dr. Hans Münke. Für eine grundsätzliche Entwarnung sei es aber noch zu früh. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lockerung der Kontaktbeschränkungen, insbesondere die schrittweise Öffnung der Schulen und Geschäfte auf die Infektionszahlen auswirkt“ so Dr. Münke weiter. Trotzdem ist es richtig, jetzt die Rückkehr zur Normalität zu planen.

Denn auf der einen Seite ist das Kreiskrankenhaus Grünstadt nur zu knapp einem Drittel belegt. Auch die Isolierstation für Covid-19-Patienten und –Verdachtspatienten sowie die Intensivstation sind nicht einmal zur Hälfte belegt. Auf der anderen Seite warten viele Patienten des Kreiskrankenhauses auf ihre Operation, weil seit Mitte März alle planbaren Eingriffe, soweit dies medizinisch vertretbar war, auf unbestimmte Zeit verschoben wurden. Deshalb wollen die beiden Chefärzte der operativen Abteilungen, Chirurg Dr. Frank Ehmann und Gynäkologe Dr. Niko Grabowiecki so schnell wie möglich, aber so vorsichtig wie nötig zum normalen Krankenhausbetrieb zurück: „Es hat sich eine große Patientenzahl angestaut“.

Ab kommender Woche sollen deshalb neben den Notfall-Operationen auch wieder Routineeingriffe durchgeführt werden, bei denen die Patienten nur einen kurzen Aufenthalt im Krankenhaus verbringen und voraussichtlich nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen. So können nach Dr. Ehmann in der Chirurgie neben den dringenden Indikationen auch wieder elektive Eingriffe, z.B. Hernien-, Gallenblasen-, Varizen-, Schilddrüsenoperationen, Schulterarthroskopien sowie Knie und Hüftprotheseneingriffe durchgeführt werden. In der Gynäkologie möchte Dr. Grabowiecki wieder alle gynäkologischen Eingriffe anbieten und durchführen.

Wichtig bei alledem sei, so Dr. Andreas Bernhardt, Chefarzt der Abteilung Anästhesie/Intensivmedizin/Schmerztherapie im Kreiskrankenhaus Grünstadt, dass weiterhin genügend Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten freigehalten werden, damit eine ausreichende Kapazität für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung steht. „Wir werden mit drei Beatmungsplätzen mehr als die von der Landesregierung vorgegebenen 20 % der insgesamt vorhandenen Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit freihalten“, so Dr. Bernhardt.

Dr. Münke sieht das Kreiskrankenhaus Grünstadt gut auf die Rückkehr zu einer Regelversorgung vorbereitet. „Wir haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehrmals auf das Corona-Virus getestet. Es arbeitet niemand, der nicht mindestens zweimal negativ getestet wurde. Alle Beschäftigten, die Patienten, soweit deren Gesundheitszustand dies erlaubt, und alle Besucher tragen eine Schutzmaske.“ Darüber hinaus werden Patienen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, bis zum Vorliegen des Testergebnisses in einem Einzelzimmer auf der Isolierstation untergebracht, was ebenfalls einem effektiven Infektionsschutz dient.

„Es kommt auf das richtige Augenmaß an“ sagt Dr. Münke. Die Abteilungen können jederzeit reagieren: Nimmt die Anzahl der stationär zu behandelnden Patienten wieder zu, werden die elektiven Eingriffe wieder reduziert. Es mache aber keinen Sinn, viele Kapazitäten im Kreiskrankenhaus ungenutzt zu lassen und Patienten weitere Wochen auf ihre notwendige Operation warten zu lassen.


Quelle: Kreiskrankenhaus Grünstadt

(29.04.20)

 
 
Ticket Wertstoffhof

Abfall App

Europäische Union


Interaktiver Haushalt
Bürgerpreis
Leitfaden Flüchtlingsbetreuer
Kreisvolkshochschule
Menschenrechte für die Frau
Rahmenvereinbarung
Partnerschaften




Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
ok