DÜW - Journal Aktuell
Behördennummer 115
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Mehr Platz für alle

Beim Spatenstich: Knieriemen, Lang, Pabst, Ihlenfeld, Bauer (v.li.).

Spatenstich für neues AWB-Gebäude am 27. Januar

 

Eine Ende der angespannten Raumsituation im Kreishaus ist in Sicht: Bald gibt es mehr Platz für die Mitarbeiter von Kreisverwaltung und Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB). Am 27. Januar waren Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Werkleiter Klaus Pabst, Personalratsvorsitzender Wolfgang Bauer, Architekt Harald Lang und Dr. Thomas Knieriemen, Geschäftsführer der ausführenden Baufirma F.K. Horn aus Kaiserslautern, zum symbolischen Spatenstich des neuen AWB-Gebäudes auf der Rückseite des Kreishauses gekommen, um die Bauarbeiten einzuleiten. Das viergeschossige Gebäude bietet Platz für rund 50 Mitarbeiter und entlastet damit das Kreishaus, in dem heute wesentlich mehr Menschen arbeiten als zu Beginn der 1980er Jahre, als es gebaut wurde.

Schon seit ein paar Jahren ist es im Kreishaus zu eng. Zu viele Beschäftigte sitzen in zu kleinen Räumen, es gibt kaum Lagerfläche, wenige Besprechungszimmer, manche Bereiche sind in angemietete Gebäude ausgelagert. „2015 ergab es sich dann, auf dem Gelände der ehemaligen Hausmeisterwohnung ein Gebäude für den AWB zu planen. Ein Glücksgriff“, erinnern sich Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld und AWB-Leiter Klaus Pabst. Das Gelände mit ehemaligem Hausmeisterhaus und bisher ungenutzter Grünfläche befindet sich in der Prof.-Otto-Dill-Straße, hinter dem Kreishaus und grenzt an den Mitarbeiterparkplatz an. Das Grundstück gehörte dem Kreis, der AWB hat es übernommen.

Aktuell ist der Abfallwirtschaftsbetrieb Mieter im Kreishaus. Auf einer Fläche von 200 bis 250 Quadratmetern arbeiten 17 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter für den Eigenbetrieb. Zieht er aus, werden diese Büroräume frei für Kreismitarbeiter. Zusätzlich entstehen im neuen Gebäude mehr Arbeitsplätze als der AWB braucht – sodass der Kreis dort Fläche für seine Beschäftigten anmieten kann.

Im Juli 2016 wurde die Baugenehmigung erteilt. Bodenproben ergaben jedoch, dass der Untergrund, ein Tonboden, instabil ist. Weitergehende Baugrunduntersuchungen im Spätsommer vergangenen Jahres waren erforderlich, um das Fundament entsprechend zu planen. Der Boden wird nun tiefer ausgebaggert und im letzten Meter durch Schotter ersetzt, darauf wird ein sogenanntes biegesteifes Streifenfundament gesetzt. Im Dezember konnte bereits das bestehende Gebäude abgerissen werden, im Februar 2017 beginnen die Rohbauarbeiten für das neue Haus.

Das Gebäude entsteht mit einer Nutzfläche von circa 1100 Quadratmetern, verteilt auf ein Erdgeschoss und drei Obergeschosse. Es wird Platz bieten für etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besprechungs- und Sitzungsräume. Geplant ist ein funktionaler Zweckbau in konventioneller Bauweise. Die Raumaufteilung innen kann dank variabler Wandgestaltung  immer wieder den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Der Neubau wird über die Tiefgarage direkt mit dem Bestandsgebäude der Kreisverwaltung verbunden, außerdem an die EDV im Kreishaus angeschlossen. Ein Teil des Verwaltungsarchivs wird außerdem im Keller des Neubaus untergebracht.

Hervorzuheben ist die Energieeffizienz: Durch eine kompakte und wirtschaftliche Planung sowie eine gute Wärmedämmung der Gebäudehülle wird nur wenig Energie für das neue Bürogebäude benötigt. Das Projekt wird gemäß Energieeinsparverordnung als KfW Effizienzhaus 70 eingestuft und erreicht damit Kennzahlen, die beim Energiebedarf um circa 30 Prozent unter der Norm bleiben und beim Wärmeverlust mehr als circa 40 Prozent niedriger sind. Die Gebäudeheizung mit Heizkörpern wird an die bestehende Heizzentrale der Kreisverwaltung angeschlossen. Eine Lüftungsanlage sorgt für den erforderlichen Luftwechsel. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant, die den größten Teil des Stroms selbst erzeugen wird.

Die Bauzeit ist mit circa 15 Monaten eingeplant, die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 3,3 Millionen Euro. Diese kann der AWB komplett aus Rückstellungen finanzieren. „Dies hat keinen Einfluss auf die Abfallgebühren. Diese bleiben stabil und auch die Deponiesanierungen können weiterhin aus unseren Rücklagen finanziert werden“, versichert Pabst.

„Mit dem Neubau des AWBs haben wir eine gute Lösung gefunden, von dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AWBs wie auch der Kreisverwaltung profitieren. Die Arbeitsplatzsituation wird enorm verbessert“, sagt der Landrat. „Ich danke dem Werkausschuss, dass er diesen Weg zur Errichtung des Betriebsgebäudes mitgegangen ist.“


(27.01.17)

 
 
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