Es geht los: STADTRADELN 2021 von 18. August bis 7. September

Auftakt vor dem Kreishaus

 

Das STADTRADELN im Landkreis Bad Dürkheim ist in die dritte Runde gestartet: Am Mittwoch gab Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld das Startsignal für die Aktion vom 18. August bis 7. September. Es gilt wieder, viele Kilometer mit dem Drahtesel zu sammeln – und dabei CO2 zu sparen.  

„Wir haben uns wegen Corona auch in diesem Jahr dazu entschieden, den Auftakt nur in kleiner Runde mit den Bürgermeistern und den STADTRADELN-Stars zu begehen“, begrüßte Landrat Ihlenfeld die geladenen Gäste vor dem Kreishaus. „Dass das STADTRADELN auch in der Ausnahmesituation von Corona ein Erfolg werden kann, hat das vergangene Jahr gezeigt: Mehr als 2500 Radelnde haben mit 600.000 Kilometern 86 Tonnen CO2 eingespart.“ Momentan sind etwa 1500 Teilnehmer angemeldet. „Da ist noch Luft nach oben. Wir freuen uns über jeden, der mitmacht.“

Auch der Landrat wird wieder mit dem Rad unterwegs sein. Im vergangenen Jahr hatte er alle 48 Ortsgemeinden des Landkreises besucht. „Eine tolle Erfahrung, wir haben viele Gespräche geführt und auch gesehen, wo es im Radverkehr noch Verbesserungsbedarf gibt.“ In diesem Jahr wird er auf drei Touren Partnerbetriebe des „Nachhaltigen Reiseziels Deutsche Weinstraße“ besuchen.

STADTRADELN-Stars

Mit gutem Beispiel voran „radeln“ 2021 – wie in den vergangenen Jahren – wieder Politikerinnen und Politiker aus dem Kreis und den Gemeinden. Und natürlich sind auch dieses Mal STADTRADEL-Stars mit dabei, die in den drei Wochen versuchen, möglichst komplett auf das Auto zu verzichten und darüber in einem Blog auf der STADTRADELN-Homepage berichten. Dies sind: Beigeordnete Judith Hagen aus Bad Dürkheim, Nils von Langsdorff und Michael Freyland aus Grünstadt, Beigeordneter Carsten Borck aus Haßloch, Gert Neumüller aus der VG Deidesheim, Martin Langlotz aus der VG Freinsheim, Herbert Disch aus der VG Leiningerland, Beigeordneter Erich Pojtinger aus der VG Lambrecht und Beigeordneter Stefan Heiser aus der VG Wachenheim.

Radverkehrskonzept des Landkreises

Der Landkreis arbeitet daran, die Radinfrastruktur zu verbessern: „In der Vergangenheit lag das Augenmerk häufig nur auf touristischen Radrouten. Aber wir brauchen die Alltagsstrecken, damit mehr Menschen aufs Rad umsteigen. Wir planen ein kreisweites Radverkehrskonzept, das die Planungen der Kommunen miteinschließt. Die Ausschreibung ist bereits im Gange, der Förderantrag läuft.“ Ziel ist es, gute Rad-Verbindungen zwischen den Kommunen und Anbindungen an geplante Radschnellwege in der Region zu schaffen. Auch beim barrierefreien Radwegenetz ist der Kreis einen Schritt weiter: „Im Rahmen der Modellregion ‚Tourismus für alle‘ haben wir mit den Kommunen ein durchgängiges barrierefreies Radwegenetz über etwa 80 Kilometer erarbeitet. Der Förderantrag wurde bereits Ende 2019 gestellt, endlich haben wir in Aussicht, dass wir die Förderung erhalten.“ Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde bereits bewilligt und das Projekt ist in der Planungsphase.

Mitmachaktionen 2021

„Es gibt auch in diesem Jahr viele Mitmachaktionen rund um das Thema Rad und Klimaschutz“, macht Ihlenfeld Werbung für die Aktionen, die zum Beispiel die Kommunen organisiert haben, um noch mehr Menschen zum Radeln zu bewegen. So werden verschiedene Radtouren angeboten und die Kreativität ist bei Fotowettbewerben gefragt. Alle Mitmachveranstaltungen werden auf der Website der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Regionalbüro Mittlehaardt & Südpfalz – das gemeinsam mit dem Kreis das STADTRADELN koordiniert – aufgeführt: www.earlp.de/stadtradelnduw. „Es können auch noch weitere Aktionen hinzukommen“, sagt Isa Scholtissek von der Energieagentur. Wer eine Idee hat, kann sich melden.

Auch die landkreisweite STADTRADELN-Rallye lädt zum Radfahren und Entdecken ein. Hier erwarten die Teilnehmenden in jeder Gemeinde spannende Rätsel. Jeder, der an der Rallye teilnimmt, hat die Chance etwas zu gewinnen, je weiter man durch den Landkreis radelt, desto besser. Denn: Je mehr richtige Antworten, desto attraktiver die möglichen Preise. Unter den besten Rallye-Einsendungen werden insgesamt 50 Preise verlost, Plätze 1-3 erhalten hochwertige Fahrradtaschen, Plätze 4-25 Stadtradeln-Bikezacs, Plätze 26-40 Reifen-Flicksets. Die Fragebögen stehen im Internet zur Verfügung: www.kreis-bad-duerkheim.de oder www.earlp.de/stadtradelnduw. Sie liegen außerdem bei den Kommunen und im Kreishaus aus.  

Energiefahrrad und Energiequiz bei der Sparkasse

Die Gäste beim Auftakt konnten es direkt ausprobieren, für alle anderen wartet eine Woche lang das Energiefahrrad und ein Energiequiz bei der Sparkasse in der Philipp-Fauth-Str. 9: Mit dem Energiefahrrad kann „erfahren“ werden, wieviel Körperkraft es kosten würde, alltäglichen Gebrauchsgegenstände ganze ohne Strom aus der Steckdose zu betreiben. Reicht die Muskelkraft, um LED- und Halogenlampen zum Leuchten zu bringen oder ein Blaulicht zu betreiben? Das interaktive Energie-Ratespiel vermittelt Groß und Klein spielerisch Wissen zu Energiewende, Energieeffizienz, erneuerbaren Energien. Das Quiz bietet weit über 700 Fragen verschiedener Schwierigkeitsstufen aus den Gebieten Erneuerbare Energien, Energieeinsparung, Stromerzeugung und Landeskunde. Es wird über einen höhenverstellbaren Touchscreen-Bildschirm betrieben. Energiefahrrad und -quiz werden von der Energieagentur Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt.

„Mein Dank gilt wieder der Sparkasse Rhein-Haardt, die auch in diesem Jahr die erfolgreichsten Schulen auszeichnen wird“, sagte Ihlenfeld. Er hofft auch rege Beteiligung unter den Schülerinnen und Schülern, auch wenn STADTRADELN 2021 in den Sommerferien startet.

Anmeldung zum STADTRADELN

Radler, die am STADTRADELN teilnehmen möchten, müssen sich über die Website www.stadtradeln.de online registrieren. Geradelte Kilometer kann jeder während des Aktionszeitraums über die STADTRADELN-App per GPS direkt erfassen lassen – oder online in seinem STADTRADELN-Konto eintragen. Die Strecken werden direkt in gesparte Tonnen CO2 umgerechnet. Auf die aktivsten Radlerinnen und Radler warten Preise der Kommunen. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz, Regionalbüro Mittelhaardt & Südpfalz, kürt die fahrradaktivste Kommune im Kreis. Je nachdem, in welcher Kommune man arbeitet, zur Schule geht oder lebt, ist die persönliche Registrierung auf der jeweiligen kommunalen Seite möglich:

www.stadtradeln.de/bad-duerkheim
www.stadtradeln.de/deidesheim
www.stadtradeln.de/freinsheim  
www.stadtradeln.de/gruenstadt  
www.stadtradeln.de/hassloch  
www.stadtradeln.de/lambrecht  
www.stadtradeln.de/leiningerland
www.stadtradeln.de/wachenheim
www.stadtradeln.de/landkreis-bad-duerkheim

Hintergrund

Der Kreis Bad Dürkheim und alle seine Gemeinden beteiligten sich 2019 erstmals am STADTRADELN. Der Beschluss dazu fiel im Arbeitskreis Klimaschutz des Landkreises, der auf Basis der Kooperationsvereinbarung des Landkreises mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und dem Verband Region Rhein-Neckar Anfang 2018 gegründet wurde.

STADTRADELN ist eine nach Nürnberger Vorbild weiterentwickelte Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Mit der Kampagne steht Kommunen eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv(er) zu werden. Im Rahmen des Wettbewerbs treten Teams aus KommunalpolitikerInnen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und BürgerInnen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat CO2-frei mit dem Rad zurückgelegt werden. Wann die drei STADTRADELN-Wochen stattfinden, ist jeder Kommune frei überlassen.


(18.08.21)

 
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