Nach fast 60.000 Spritzen: Impfzentrum Bad Dürkheim ist geschlossen

„Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben“ 

 

Fast 60.000 Impfungen an 186 Tagen: Nach neun Monaten hat das Impfzentrum in der Salierhalle Bad Dürkheim seine Türen geschlossen. „Es ist noch ungewohnt. Wir gehen raus mit einer großen Erleichterung, aber auch mit dem Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben“, sagt Impfzentrumskoordinator Arno Fickus.

Geöffnet war das vom Landkreis Bad Dürkheim betriebene Impfzentrum von 7. Januar bis 22. September. Es war in diesen neun Monaten an 186 Tagen geöffnet. Mehr als 58.026 Impfungen konnten gesetzt werden. Davon waren 29.645 Erstimpfungen und 28.381 Zweitimpfungen. Hinzu kommen noch rund 800 Auffrischungsimpfungen. Der Impfstoff Comirnaty von Biontech kam am häufigsten zum Einsatz. In Spitzenzeiten wurden rund 700 Personen pro Tag geimpft. Zum Betrieb des Impfzentrums wurden eigens 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Zeitarbeitsverträge beschäftigt. Viele von ihnen arbeiten inzwischen als Unterstützung im Gesundheitsamt oder in anderen Bereichen der Kreisverwaltung. Hinzu kommen noch Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte sowie Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen auf Honorarbasis – sodass das Impfzentrum insgesamt einen Personalstamm von rund 110 Personen hatte. „Wir waren ein tolles Team. Es war oft anstrengend, aber gemeinsam haben wir das geschafft“, bedankt sich Fickus bei allen. Auch das Feedback der Geimpften war positiv, viele hätten gesagt, dass sie sich wohl gefühlt hätten. „Natürlich läuft auch mal was nicht rund. Aber insgesamt hat alles gut funktioniert. Wir sind stolz, wie es gelaufen ist und wie viele Menschen wir impfen konnten.“ Ab Ende Juni, Anfang Juli gab es ausreichend Impfstoff und die Priorisierung fiel. „Wir haben dann mit großem Einsatz die Wartelisten abtelefoniert. Das haben wir von Anfang an getan, wir haben seit Januar jeden Tag den zur Verfügung stehenden Impfstoff auch tatsächlich verteilt. Wenn jemand nicht zu seinem Termin gekommen ist, wurde Ersatz gesucht. Das war viel Arbeit am Telefon. Ich denke aber, dass dies zur guten Impfquote im Landkreis beigetragen hat.“ Die Impfquote bei den über 12-Jährigen liegt aktuell im Landkreis bei 76,87 Prozent und damit über dem rheinland-pfälzischen Landesdurchschnitt von 72,23 Prozent. Nach Sonderaktionen Ende Juli, konnte man im August und September an vielen Tagen auch einfach ohne Termin vorbeikommen.

Das Impfzentrum in der Salierhalle schließt komplett. Während neun Impfzentren in Rheinland-Pfalz im „Stand-by“-Modus bleiben, alle Ausrüstung stehen lassen und nur die Tür schließen, wurde das Impfzentrum in der Salierhalle Bad Dürkheim komplett abgebaut. Die Infrastruktur – zum Beispiel Computer, Möbel, Trennwände – wird dennoch eingelagert, falls sie nochmal gebraucht werden würde. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht davon aus“, sagt Arno Fickus. Die Impfungen laufen ab sofort vor allem über die Hausärzte.

„Ich möchte mich bei dem gesamten Team des Impfzentrums für den außerordentlichen Einsatz bedanken“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Das war eine große Leistung und obwohl es sehr gut gelaufen ist, hoffe ich, dass die Erfahrung, ein Impfzentrum aufzubauen und zu organisieren, einmalig bleibt.“ Alle, die noch nicht geimpft sind, ermuntert der Landrat zur Impfung: „Es ist der bestmögliche Schutz gegen Corona, den wir haben. Wer geimpft ist, hat ein erheblich geringeres Risiko zu erkranken und selbst wenn, sinkt das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich. Es ist inzwischen einfach, bei seinem Hausarzt einen Termin zu bekommen.“ 


(01.10.21)

 
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