DÜW - Journal Aktuell
Behördennummer 115
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Helmbachweiher: Lösung für „Versandung“ gefunden

Kreisausschuss stimmt für Weitergabe des Sediments in den Helmbach

 

Der Helmbachweiher ist seit vielen Jahren Thema im Kreisausschuss: Da vom zufließenden Kohlbach Sedimente – vor allem Sand – in den Badesee eingetragen werden, wird dessen Tiefe immer geringer. Darum müsste er regelmäßig ausgebaggert werden. Dies ist jedoch zuletzt 2004 geschehen, da mit hohen Kosten verbunden. Rund 250.000 Euro hat der Kreisausschuss Jahr für Jahr mit Sperrvermerk für den Haushalt bewilligt – sich dann aber doch immer wieder für ein Verschieben der Maßnahme entschieden.

Die Kosten für das Ausbaggern schätzt Laura Bolsenkötter vom Büro DB Sediments (Essen), die am Montag die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für den Helmbachweiher im Kreisausschuss präsentierte, sogar noch höher ein: Da das Material leicht die Grenzwerte für die Einbringung im Wald überschreite, müssten die Sedimente deponiert werden – allein dies würde rund 280.000 Euro kosten, nicht eingerechnet die dazugehörigen Arbeiten. DB Sediments kam daher zu dem Schluss, dass die wirtschaftlichste und ökologischste Lösung sei, die Sedimente kontinuierlich in den abfließenden Helmbach zu leiten. Denn die Belastung – erhöhte Zink-, Nickel- und Cadmiumwerte – ist natürlichen Ursprungs und vollkommen unbedenklich; sie überschreitet lediglich leicht die festgesetzten Grenzwerte für ein Einbringen im Boden. Zunächst sei für die Weiterleitung eine größere Maßnahme nötig, die etwa drei bis fünf Monate in Anspruch nehme. Ein automatisiertes Gerät trägt über diesen Zeitraum kontinuierlich Sediment ab und führt es dem Helmbach zu. 187.000 Euro fallen hierfür an. In den Folgejahren ist dann nur noch ein kleinerer Einsatz mit einem manuellen Saugbagger notwendig, dieser dauert zwei bis sechs Tage und kostet 8000 bis 13.000 Euro.

Der Kreisausschuss hat dieser Lösung einstimmig zugestimmt und für den nächsten Haushalt 200.000 Euro bereitgestellt. Versehen sind diese wiederum mit einem Sperrvermerk, doch dieses Mal an die Bedingung geknüpft, dass eine Förderung durch die Aktion Blau plus erfolgt: Die Kreisverwaltung erwartet, dass das Projekt gefördert wird. Schon die Machbarkeitsstudie wurde von der Aktion Blau plus zu 90 Prozent bezuschusst.

Die Mitglieder des Kreisausschusses waren sich einig, dass dies ein ökologisch sinnvolles und nachhaltiges Vorgehen sei. Bolsenkötter erklärte, dass der Helmbach und der anschließende Speyerbach die Sedimente aufnehmen könnten, eine starke Versandung dieser Wasserläufe sei nicht zu befürchten. Wäre der Helmbachweiher nicht als künstliches Badegewässer dazwischen, würden die Bäche die Sedimente ohnehin aufnehmen. Bei der Weiterleitung werde darauf geachtet, dass die weitergegebenen Mengen an die Fließgeschwindigkeiten angepasst werden. Das Sediment komme so anschließend dem Rhein zugute, dem es an Sedimenten fehle. Dies ist explizit in der EU-Wasserrahmenrichtlinie gewünscht.

Je nachdem, wann die EU die Förderung bewilligt, könnte noch in diesem Winter mit den Arbeiten gestartet werden. Alternativ verschiebt sich die Maßnahme auf den Winter 2020/2021, da in den Sommermonaten der Weiher auf jeden Fall den Badegästen voll zur Verfügung stehen sollte.

„Es ist uns wichtig, den Helmbachweiher als Badesee zu erhalten. Hier wurde eine ökologische und wirtschaftliche Lösung gefunden, die unser Problem mit den kostenintensiven Ausbaggerungen nachhaltig klärt. Wir möchten, dass der Weiher auch weiterhin ein attraktives Ziel bleibt“, sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld im Anschluss der Sitzung.


(28.08.19)

 
 
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