Schnelles Internet für Stadt Grünstadt, VG Freinsheim und VG Leiningerland

Symbolischer Spatenstich für Los 1 des kreisweiten Glasfaserausbaus

 

Auf dem Bild von links: Jan Philip Pavic (Inexio), Bürgermeister Frank Rüttger, Melanie Spies (Atene Kom), Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Bürgermeister Jürgen Oberholz, Bürgermeister Klaus Wagner.


Gebuddelt und gebaggert wird schon seit Kurzem im Leiningerland. Mit dem symbolischen Spatenstich haben Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Grünstadts Bürgermeister Klaus Wagner sowie Bürgermeister Jürgen Oberholz (VG Freinsheim), Bürgermeister Frank Rüttger (VG Leiningerland) und der Erste Beigeordnete Bernd Findt (VG Leiningerland) gemeinsam mit inexio die Bauarbeiten in Los 1 des kreisweiten Glasfaserprojektes nun auch offiziell gestartet.

In den nächsten Monaten wird das Unternehmen knapp 4.000 Adressen in diesem Bereich mit Glasfaser-Hausanschlüssen versorgen. Rund 2.100 Adressen sind dabei sogenannte A-Adressen, die derzeit über Bandbreiten von weniger als 30 Mbit/s verfügen und rund 1.850 Adressen sind sogenannte B-Adressen – Gebäude entlang der neu zu bauenden Trasse. Die A-Adressen werden über das Kreiscluster gefördert, für sie ist der Hausanschluss kostenlos. Die B-Adressen profitieren von ihrer Lage entlang der neuen Trasse erhalten den Ausbau zu günstigen Konditionen.

„Damit ist inexio nun in allen drei Losen der Ausschreibung baulich aktiv und sorgt für eine der wesentlichen Infrastrukturen der Zukunft“, freut sich Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Mit Hochdruck entsteht eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur in unserem Kreis.“

Im Rahmen des geförderten Projektes sorgt inexio für Bandbreiten bis zu 1 Gbit/s. „Die Bürgerinnen und Bürger können in Zukunft dank des direkten Glasfaseranschlusses zukunftssicher ins Internet“, erläuterte Neva Christ, Projektleiterin bei inexio. „Aktuelle und zukünftige Anwendungen im Internet sind damit bestens abzubilden.“ Die Glasfaser wird direkt bis in das Gebäude geführt. Dieser Ausbau wird kurz FTTB (fiber to the building) genannt. Die Verkabelung im Haus ist dann jeweils durch den Eigentümer selbst an die neue Technologie anzupassen (sog. Inhouse-Verkabelung).

Insgesamt können rund 9.000 Adressen im Kreisgebiet über das Förderprogramm ausgebaut werden. Ob die eigene Adresse in diesem Bereich liegt, kann jeder auf den Seiten der Kreisverwaltung Bad Dürkheim nachschauen (https://www.kreis-bad-duerkheim.de/kv_bad_duerkheim/edit/Landkreis/Breitbandausbau/Gebiet/). Ergänzend hierzu unterbreitet die inexio allen Anliegern entlang einer im Rahmen des Ausbauprojektes liegenden Trasse ebenfalls einen Glasfaserhausanschluss im eigenwirtschaftlichen Ausbau. Hierdurch könnten weitere etwa 5.000 Adressen im Kreisgebiet erschlossen werden.

Neben den geförderten Adressen ist inexio gemeinsam mit Deutsche Glasfaser auch in mehreren Orten der VG Leiningerland eigenwirtschaftlich aktiv. Hier konnten nach zwischenzeitlichen Irritationen inzwischen die ersten Kunden auf das Glasfasernetz geschaltet werden. Wagner, Oberholz, Rüttger und Findt sind sich einig: „Die letzten Monate haben auf eindrucksvolle Art und Weise die Bedeutung einer Glasfaseranbindung für jedes Haus gezeigt. Dank des geförderten Kreisprojektes und den eigenwirtschaftlichen Anstrengungen ist unsere Region hier in Zukunft bestens aufgestellt.“ Bis Ende 2021 wird der Ausbau über das Kreiscluster im gesamten Landkreis spätestens abgeschlossen sein.

Parallel zum Bau starten nun auch die Vertriebsaktivitäten von inexio. Corona-bedingt hat inexio die Hausbesitzer zuerst per Post über die Möglichkeiten informiert, wird in den nächsten Wochen aber auch vor Ort die Beratungen durchführen. Rechtzeitig vor der Installation des Hausanschlusses nimmt das Bauunternehmen mit den Hausbesitzern Kontakt auf und bespricht letzte Details. Wer sich bereits vorab über die verfügbaren Tarife informieren möchte, findet unter www.inexio.net/bad-duerkheim alle Informationen.



Hintergrund:

2016 schlossen sich die Kommunen und der Landkreis zusammen, um gemeinsam den Breitbandausbau voran zu bringen, nachdem das Land Rheinland-Pfalz festgelegt hatte, dass nur noch Kreisprojekte gefördert werden sollen.

Bis Ende 2016 wurde dann eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Grundlage für die weiteren Schritte und Planungen darstellte. In dieser Machbarkeitsstudie wurden die sogenannten „Weißen Flecken“, also die schlecht versorgten Bereiche (weniger als 30 Mbit/s) ermittelt. Anfang 2017 wurde dann der Förderantrag beim Bund und beim Land gestellt. Am 31.07.2017 erhielt der Landkreis den Förderbescheid des Bundes in vorläufiger Höhe.

Um das langwierige und komplizierte europaweite Ausschreibungsverfahren der Ausbauleistungen steuern zu können, wurde zunächst ein Beratungsbüro gesucht und mit der TÜV Rheinland Consulting GmbH auch gefunden.

Mit dem Förderbescheid in vorläufiger Höhe und dem Beratungsbüro an der Seite wurde die Ausschreibung vorbereitet. Im Rahmen dieser Vorbereitung wurde die Möglichkeit eröffnet, dass nunmehr auch alle Schulen ausgebaut werden können. Im November 2017 konnten somit neben den unterversorgten Adressen auch alle Schulen im Kreisgebiet mit ausgeschrieben werden.

Während der Ausschreibung ergab sich zudem die Möglichkeit, den vom Bund gewünschten Technologiewandel zu vollziehen und einen Glasfaserausbau bis ins Gebäude zu realisieren.

Am Ende eines langwierigen Ausschreibungsverfahren wurde im Dezember 2018 die inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH durch den Kreissauschuss ausgewählt. Das Investitionsvolumen der inexio wurde auf ca. 70 Millionen Euro und die von der öffentlichen Hand zu tragende Wirtschaftlichkeitslücke auf ca. 50 Millionen Euro beziffert.

Von den 50 Millionen Euro werden vom Bund 50 Prozent (ca. 25 Millionen Euro) und vom Land 40 Prozent (ca. 20 Millionen Euro) bezuschusst. Zehn Prozent der Ausbaukosten (ca. fünf Millionen Euro) tragen die Kommunen.

Nach Abschluss der Ausschreibung mussten beim Bund und beim Land die Förderanträge über die endgültige Höhe gestellt werden. Der endgültige Förderbescheid des Bundes wurde am 28.10.2019 ausgestellt. Der endgültige Förderbescheid des Landes wurde am 4.12.2019 überreicht. Noch am gleichen Tag unterzeichnete Landrat Ihlenfeld den Vertrag mit der inexio.

inexio hat für den Ausbau im Landkreis Bad Dürkheim zwei Bauunternehmen beauftragt. Im nördlichen Landkreis werden die Bauarbeiten von der „Deutsche Netze“ aus Spelle und im südlichen Landkreis von der Firma „Fiberworks“ aus Mannheim ausgeführt.

Die Ende Juli/Anfang August 2020 stattfindenden Spatenstiche sind symbolisch: Die Arbeiten wurden teilweise bereits zuvor begonnen. Da der Ausbau an mehreren Stellen gleichzeitig im Sommer 2020 startet, hat sich die Kreisverwaltung zu drei symbolischen Spatenstichen in Lindenberg, Bad Dürkheim (Jägerthal) und Bockenheim entschlossen, um in mehreren Gebieten des Landkreises ein Signal zu setzen.


Über inexio:

Seit der Gründung im Jahr 2007 hat inexio bundesweit eine eigene Telekommunikations-Infrastruktur mit über 14.000 Kilometern modernstem Glasfaserkabel errichtet. Neben leistungsfähigen Telekommunikations- und Internetanbindungen stehen den Kunden sechs unternehmenseigene Rechenzentren in Saarlouis, Saarbrücken und Kaiserslautern zur Verfügung.
inexio betreut auf dem NGA-Netz mehr als 7.000 gewerbliche Kunden – vom Konzern bis zum mittelständischen Unternehmen – und über 120.000 Privatkunden. Schwerpunkt der Aktivitäten sind bisher unterversorgte Regionen, in denen inexio bisher mehr als 1.900 Ortsnetze ans Glasfasernetz angebunden hat.
Neben dem organischen Wachstum ist inexio aktiv in der Konsolidierung des Marktes. Mit Übernahmen in Süd- und Norddeutschland konnte die bundesweite Expansion beschleunigt werden. Das Unternehmen beschäftigt aktuell über 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. inexio bildet seit Mai 2020 gemeinsam mit Deutsche Glasfaser eine neue dynamisch wachsende Unternehmensgruppe.


(06.08.20)

 
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