Leistungsbeschreibung

Haben Sie sich entschlossen, ein Kind zu adoptieren, führt der Weg zu einer Adoptionsvermittlungsstelle.

Grundsätzlich können neben verheirateten Paaren auch allein stehende Personen ein Kind adoptieren. Bei unverheirateten Paaren oder bei Paaren, die in einer Lebenspartnerschaft leben, kann jeweils nur ein Partner das Kind adoptieren.

Da versucht wird, den betroffenen Kindern ein stabiles Lebensumfeld zu bieten, um die Gefahr eines erneuten Wechsels der Bezugspersonen so klein wie möglich zu halten, sind die Vermittlungschancen für Ehepaare in der Regel allerdings größer.

Grundsatz jeder Adoptionsvermittlung ist, dass keine Kinder für Eltern, sondern Eltern für Kinder gesucht werden. Bevor eine Entscheidung zur Berücksichtigung von Adoptionsbewerbern getroffen wird, ist daher einiges zu klären bzw. zu prüfen.
Eine Bewerbung um eine Adoption und die Feststellung der Eignung als Adoptionsbewerberin bzw. -bewerber bietet keine Garantie, dass auch wirklich eine Adoption erfolgen kann!

Haben Sie das Glück, dass Ihnen ein Kind vermittelt werden kann, übernehmen Sie bereits während des Zeitraums der Adoptionspflege alle Verpflichtungen bzw. Mühen und Lasten für oder durch das Kind. Die Adoptionsvermittlungsstelle des zuständigen Jugendamtes betreut Sie während dieser Zeit und erstellt eine gutachterliche Äußerung für das Gericht, das letztlich über die Adoption entscheidet.

Hinweis:
Als Adoptionsbewerber erhalten Sie kein Pflegegeld, da Sie in die Rechte und Pflichten der leiblichen Eltern eintreten.

Nach einer angemessenen Pflegezeit können Sie einen Adoptionsantrag beim Vormundschaftsgericht stellen. Dieser Antrag muss notariell beurkundet werden. Das Vormundschaftsgericht prüft die erforderlichen Voraussetzungen für eine Adoption und kann die Adoption beschließen.
Mit der Adoption sind das Kind und Sie als Adoptiveltern für immer fest verbunden. Sie müssen sich bewusst sein, dass ein Kind nicht zurückgegeben werden kann, wenn Konflikte auftreten oder die Entwicklung des Kindes nicht entsprechend ihren Vorstellungen verläuft.

Alter von Adoptiveltern:
Sie müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Bei Ehepaaren muss ein Partner 25 Jahre alt sein, der andere mindestens 21 Jahre. Der Altersunterschied zwischen Kind und Adoptiveltern sollte nicht anders sein als der durchschnittliche Altersunterschied bei leiblichen Eltern und Kindern.

Eine obere Altersgrenze ist gesetzlich nicht festgelegt. Jedoch gibt es eine Empfehlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, eine Adoption mit einem Altersabstand zwischen Kind und Eltern von mehr als 40 Jahren nur in Ausnahmefällen in Betracht zu ziehen.

Spezielle Hinweise für - Kreis Bad Dürkheim
Die Mitarbeiterinnen vom Adoptions- und Pflegekinderdienst beim Kreisjugendamt Bad Dürkheim vermitteln für Kinder, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern leben können, „Ersatzfamilien".
  • Bei einer Adoption finden Kinder für immer eine andere Familie.
  • Pflegekinder leben entweder vorübergehend oder auf Dauer bei Pflegeeltern, während Tagespflegekinder nur für einen Teil des Tages betreut werden.
 Adoption

Adoptionsvermittlung

gehört zu den gesetzlichen Aufgaben des Jugendamtes.

Die rechtlichen Grundlagen sind das Adoptionsgesetz, das Adoptionsvermittlungsgesetz und die Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter zur Adoptionsvermittlung

Unsere Aufgabe ist es

  • Kinder zu geeigneten Adoptiveltern zu vermitteln
  • nicht aber für Bewerber „passende Kinder" zu suchen

Wir beraten und informieren

  • Personen, die gern ein Kind adoptieren möchten (sowohl bei Fremdadoptionen als auch bei Stiefeltern- und Verwandtenadoption
  • Mütter/Eltern, die ein Kind zur Adoption freigeben wollen
  • Jugendliche, Erwachsene, die adoptiert wurden und ihre Ursprungseltern suchen
  • Adoptiveltern auch nach bereits erfolgter Adoption
Wir bieten
  • Möglichkeiten der Adoptions-Vermittlung
  • Voraussetzung für die Adoptionsvermittlung eines Kindes ist die Freigabe des Kindes zur Adoption durch die Mutter/Eltern.
  • So verständlich der Wunsch nach einem gesunden Säugling ist, er kann nur selten erfüllt werden.
Wesentlich häufiger suchen wir Adoptiveltern für
  • Kleinkinder
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen
  • Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen
  • Kinder mit seelischen Problemen
  • ältere Kinder (im Schulalter)
  • Geschwisterkinder, die nicht getrennt werden sollen
  • Kinder, deren leibliche Eltern wissen möchten, wer die Adoptiveltern sind (offene Adoption)

Wir wünschen uns als Adoptiveltern Ehepaare, in selten Fällen auch Einzelpersonen,

  • die viel Einfühlungsvermögen, Verständnis, Offenheit, Belastbarkeit mitbringen
  • die bereit sind, die bisherige Entwicklung des Kindes zu akzeptieren, ggf. seine Andersartigkeit (z.B. Hautfarbe) zu tolerieren
  • die einsehen, dass der Altersunterschied zwischen Adoptiveltern und Kind einem natürlichen Eltern-Kind-Verhältnis entsprechen solle
  • die zum Wohle des Kindes mit dem Jugendamt zusammenarbeiten wollen
Wir erwarten von Bewerbern
  • Gesprächsbereitschaft über einen längeren Zeitraum
  • Heirats-, Geburtsurkunden, polizeiliche Führungszeugnisse, Gesundheitszeugnisse
  • Schriftliche Lebensberichte

Welche Unterlagen werden benötigt?

In der Regel wird die Vorlage der folgenden Unterlagen erforderlich sein:

  • polizeiliches Führungszeugnis
  • Vorlage von Verdienst- und Vermögensnachweisen zur Prüfung der wirtschaftlichen Situation
  • Vorlage eines Gesundheitszeugnisses, um sicherzustellen, dass keine lebensverkürzenden oder psychischen Krankheiten vorliegen (Untersuchung zur Adoption, Gesundheitsamt)

Rechtsgrundlage

Zuständige Mitarbeiter

Zugeordnete Abteilungen

 
 
Abfallwirtschaftsbetrieb DÜW


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