/ Elterngeld beantragen

Leistungsbeschreibung

Als Eltern können Sie Elterngeld beziehen, wenn Sie vorrangig selbst die Betreuung des Kindes übernehmen wollen und deshalb nicht erwerbstätig beziehungsweise maximal 30 Wochenstunden erwerbstätig sind. Beim Bezug können Sie zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus wählen oder diese beiden Leistungsvarianten miteinander kombinieren. Entscheiden Sie sich als Elternpaar zeitgleich in Teilzeit zu arbeiten, können Sie jeweils vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate - den sogenannten "Partnerschaftsbonus" - erhalten.

Das Basiselterngeld beträgt in der Regel 67 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt. Liegt dieses durchschnittliche Einkommen unter 1.000 Euro erhöht sich der Satz auf bis zu 100 %; bei Einkommen über 1.200 Euro vor der Geburt reduziert sich der Satz auf bis zu 65 Prozent. Das Basiselterngeld liegt grundsätzlich zwischen 300 Euro und 1.800 Euro monatlich. Wenn während des Bezuges von Elterngeld auch Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt wird, verringert sich die Elterngeldleistung entsprechend.

Das ElterngeldPlus können alle Mütter und Väter nutzen, die ihr Elterngeld länger beziehen möchten: Aus einem Basiselterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Das ElterngeldPlus ist besonders auf Eltern ausgerichtet, die während des Bezugs von Elterngeld einer Teilzeitarbeit nachgehen möchten. Die Höhe des ElterngeldPlus beträgt mindestens 50 % des Basiselterngeldes. Es kann bis zur gleichen Höhe aber über den doppelten Zeitraum gezahlt werden. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wie viel Einkommen Sie während des Elterngeldbezugs erzielen. Das ElterngeldPlus liegt grundsätzlich zwischen 150 Euro und 900 Euro monatlich.

Partnerschaftsbonus kann gezahlt werden, wenn beide Elternteile in mindestens vier aufeinander folgenden Lebensmonaten des Kindes zwischen 25 und 30 Wochenstunden erwerbstätig sein. Sie können frei entscheiden, wann Sie den Partnerschaftsbonus im Rahmen Ihres Elterngeldbezugszeitraums in Anspruch nehmen möchten.

Auch Alleinerziehende, die in vier aufeinander folgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden erwerbstätig sind, können den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen. Sie erhalten dann vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Spezielle Hinweise für - Kreis Bad Dürkheim

Geburten ab 01.07.2015:

Für Kinder, die ab 01.07.2015 geboren sind, bestehen zwei Möglichkeiten:

Basis-Elterngeld:

Anspruch für beide Elternteile von insgesamt 14 Lebensmonaten ab Geburt. Wenn beide Elternteile Elterngeld beantragen, muss ein Elternteil mindestens zwei Lebensmonate Elterngeld beantragen, um einen Anspruch zu haben. Beantragt nur ein Elternteil das Elterngeld, sind höchstens 12 Lebensmonate Beantragung möglich (bei Alleinerziehenden gelten andere Voraussetzungen).

Anspruch haben Erwerbstätige, Beamte, Selbständige, Auszubildende, Studierende, Adoptiveltern und erwerbslose Elternteile.

Wer mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld.

Leistungen wie Mutterschaftsgeld der Krankenkasse, Arbeitgeberzuschuss oder Dienstbezüge (bei Beamten) werden dem Elterngeld angerechnet, für diese Zeiten wird kein Elterngeld gezahlt, die Elterngeldzahlung schließt sich daran.


Elterngeld Plus:

Aus einem Elterngeld(basis)monat werden zwei Elterngeld-Plus-Monate.

Eine Kombination zwischen Basis-Elterngeld und Elterngeld Plus ist möglich, jedoch müssen Monate nach der Geburt für die Dauer der Mutterschutzfrist, in denen Mutterschaftsgeldleistungen, Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld oder Dienstbezüge (Beamtinnen) gezahlt werden, ausschließlich als Basismonate beantragt werden.


Höhe des Elterngeld Plus:

Elterngeld Plus ersetzt, wie das bisherige Elterngeld auch, das wegfallende Netto-Einkommen zwischen 65 und 67%. Mindestbetrag ist 150,-- Euro, Höchstbetrag 900,- Euro.

Die Höhe des Elterngeld-Plus liegt bei höchstens der Hälfte des monatlichen Elterngeldbetrages, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen zustünde. Dafür wird für den doppelten Zeitraum gezahlt.

Anspruch haben Erwerbstätige, Beamte, Selbständige, Auszubildende, Studierende, Adoptiveltern und erwerbslose Elternteile.

Wer mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld.

Leistungen wie Mutterschaftsgeld der Krankenkasse, Arbeitgeberzuschuss oder Dienstbezüge (bei Beamten) werden dem Elterngeld angerechnet, für diese Zeiten wird kein Elterngeld gezahlt, die Elterngeldzahlung schließt sich daran.

Partnerschaftsbonusmonate:
Wenn beide Elternteile gleichzeitig 4 Monate zwischen 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie vier zusätzliche Elterngeld-Plus-Monate.

Mehrlingsgeburten:
Eltern von Mehrlingen haben einen Elterngeldanspruch pro Geburt und erhalten den Mehrlingszuschlag von 300,-- Euro für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind. Diese Regelung gilt für Geburten ab 01.01.2015.

Antragstellung:

Der Elterngeldantrag wird Ihnen nach der Geburt im Krankenhaus ausgehändigt.

Der Antrag ist schriftlich einzureichen. Die Bewilligung kann maximal 3 Monate rückwirkend (jedoch frühestens ab Geburt) erfolgen.

 
Einzureichende Unterlagen:

  • Elterngeldantrag *
  • Geburtsurkunde des Kindes *
  • Steuerbescheid von beiden Elternteilen aus dem Jahr vor der Geburt des Kindes *
  • 12 Verdienstnachweise vor Geburt (bei berufstätigen Müttern vor Mutterschutzfrist) des Kindes
  • Elternzeitbescheinigung des Arbeitgebers
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung von Mutterschaftsgeld
  • Verdienstnachweis aus der Mutterschutzfrist über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Die mit * gekennzeichneten Unterlagen müssen immer eingereicht werden, die anderen nur von Arbeitnehmern/Innen. Selbständige müssen immer den Steuerbescheid aus dem Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes einreichen.


Weitere Informationen und Antragsformulare sind auch auf den Seiten des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen abrufbar: 

www.mifkjf.rlp.de
www.Elterngeld-plus.de 
www.Familienportal.de


Seit 08.07.2019 können auch Mütter und Väter aus Rheinland-Pfalz den Antragsassistenten nutzen!

ElterngeldDigital ist auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter www.elterngeld-digital.de erreichbar. 

Für Fragen zur Nutzung des Antragsassistenten wurde vom BMFSFJ das "Servicetelefon ElterngeldDigital" eingerichtet, das montags bis donnerstags jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr unter 030 34047010 erreichbar ist.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Antragsformular
  • Geburtsurkunde oder Geburtsbescheinigung Ihres Kindes
  • Einkommensnachweise
  • Bescheinigung über den Bezug von Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung über den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld
  • Arbeitszeitbestätigung bei Erwerbstätigkeit während des Elterngeldbezugs

Hinweis: Sie können als Eltern selbst entscheiden, wer für welchen Zeitraum das Elterngeld in Anspruch nimmt. Im Antrag müssen Sie angeben, für welche Lebensmonate Ihres Kindes Sie Elterngeld beantragen möchten und welche Leistungsvariante (Basiselterngeld / ElterngeldPlus) Sie wählen.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Eine rückwirkende Zahlung ist höchstens für 3 Monate möglich. Daher empfiehlt es sich, den Antrag innerhalb der ersten 3 Lebensmonate des Kindes bei der zuständigen Stelle einzureichen.

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Bei Mehrlingsgeburten besteht ein Elterngeldanspruch. Das errechnete Basiselterngeld wird für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind um einen Mehrlingszuschlag von monatlich 300 Euro erhöht. Familien mit zwei oder mehr Kindern können – abhängig vom Alter der Kinder – einen Geschwisterbonus erhalten. Dieser beträgt 10 Prozent des zustehenden Elterngeldes, mindestens jedoch 75 Euro monatlich. Beim ElterngeldPlus werden jeweils die Hälfte dieser Beträge gezahlt.

 
 
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