Ortsgemeinde Meckenheim


Weinbau - Obst - Gemüse

Meckenheim nennt sich "Tor zur Mittelhaardt", da früher fast jeder aus Richtung Mannheim-Ludwigshafen durch den Ort zur Deutschen Weinstraße musste. Heute führt - vielfach zum Leidwesen der Bewohner - die Autobahn A 65 Ludwigshafen-Landau-Karlsruhe um den rund 3000 Einwohner zählenden Ort. Vielen Autofahrern entgeht damit die Chance, sich in der Meckenheimer Hauptstraße direkt beim Bauern oder Winzer mit frischem Obst oder Gemüse einzudecken; Meckenheim gilt mit 1500 Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche als eine der größten Agrargemeinden der Pfalz. Auch dem Nussbaum wurde mit einem Brunnen ein Denkmal gesetzt.

Stattliche Winzerhäuser, die das typische Straßendorf der Rheinebene ausmachen, bezeugen den Qualitätsweinbau seit der Römerzeit (ein Kastell ist nachgewiesen). Auf 250 Hektar Rebfläche wachsen ausgezeichnete Weine, die zum Großteil in einer Winzergenossenschaft mit 280 Mitgliedern (Sitz in Neustadt-Mußbach) ausgebaut und auf Flasche gezogen werden.

Die Besiedlung des Platzes Meckenheim ist durch Funde bei Neubaugebieten für die jüngere Steinzeit (5000 v. Chr.), Bronzezeit (1100 v. Chr.) und von den Kelten (8. Jahrhundert v. Chr.) belegt. Auch die Merowinger lebten hier.
Im April 768 erhielt das Kloster Lorsch durch einen gewissen Duda eine Schenkung aus "Macchenheim" für den Heiligen Märtyrer Nazarius. Ursprünglich reichsunmittelbar, wurde Meckenheim verpfändet, 1243 besaß Reichsschultheiß Marquardt die Hälfte des Zehnten. Verkauft wurde der Besitz an das Speyerer Domkapitel und 1287 an Pfalzgraf Ludwig II. Zur Kurpfalz gehörte der Ort bis 1794 und kam 1816 zu Bayern. Meckenheim wurde mehrfach zerstört.

Die barocke katholische Pfarrkirche St. Ägidius ist 1740 erbaut. An ihrer Stelle stand zuvor eine mittelalterliche Kirche. Ihre Ausstattung stammt aus Mannheim. Auf diesem Gelände lag ehemals auch der Adelshof der Ritter von Meckenheim, die auch im Leiningerland Güter besaßen.

Berühmter Sohn des Ortes ist Ph. Kasimir Falck, ein Brigadegeneral der Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg (er hinterließ 1000 Gulden für ein Denkmal an der evangelischen Kirche, eine barocke schlichte Landkirche). Geboren in Meckenheim ist der einst in Mannheim tätige Kupferstecher Johann Jakob Rieger (1811). Meckenheim ist auch die Heimat von Dr. Eduard Faber (-1930), der als Ingenieur die Möglichkeiten des Rhein-Main-Donau-Kanals plante und testete.


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