Stadt Deidesheim


Mit dem Geißbock in den Paradiesgarten

Eine der berühmtesten Weinstädte und anerkannter Luftkurort an der Deutschen Weinstraße ist Deidesheim, seit 1972 Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Dass der romantische Ort mit seinen rund 4000 Einwohnern immer wieder in den Schlagzeilen der Weltpolitik steht, verdankte er der Vorliebe von Ex-Bundeskanzler Kohl für den "Deidesheimer Hof": Staatsoberhäupter wie Großbritanniens Premierministerin Maggie Thatcher, der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, US-Vizepräsident Dan Quayle, Kanadas Premier Mulroney und zuletzt 1994 Russlands Präsident Boris Jelzin ließen sich hier verköstigen. Bereits 1930 war Reichspräsident von Hindenburg zu Gast.

Ebenso berühmt wie die Gäste, von denen viele einen Patenrebstock im "Paradiesgarten" in Deidesheim bewirtschaften lassen, sind die Weine. Ein Museum für Weinkultur vermittelt alles zum Thema Weinbau und dem Wein als Kulturgut. Rund 550 Hektar Rebfläche gehören zu Deidesheim, hier ist der älteste Winzerverein der Pfalz zu Hause.

Ebenso berühmt wie die Gäste, von denen viele einen Patenrebstock im "Paradiesgarten" in Deidesheim bewirtschaften lassen, sind die Weine. Ein Museum für Weinkultur vermittelt alles zum Thema Weinbau und dem Wein als Kulturgut. Rund 550 Hektar Rebfläche gehören zu Deidesheim, hier ist der älteste Winzerverein der Pfalz zu Hause.

Entwickelt hat sich Deidesheim aus dem benachbarten Niederkirchen, dieser Ort ist mit "Didinisheim" um 770 im Lorscher Kodex gemeint. Das heutige Deidesheim entstand, als Ober- und Niederdeidesheim im Spätmittelalter getrennt wurden. Um 900 angelegt wurde die keltische Fliehburg zwei Kilometer westlich, heute "Heidenlöcher" genannt. Von 1100 bis 1801 gehörte der Ort zum Hochstift Speyer. Dessen Wasserburg wurde 1292 zum Schloss ausgebaut; in einem der erhaltenen Türme wird alle drei Jahre ein "Stadtschreiber" untergebracht. Der Schlosspark lädt ein zum erholsamen Spaziergang. Die Fürstbischöfe erwirkten 1395 von König Wenzel die Stadtrechte. Hier residierten die Beamten des Amtes Deidesheim. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1689 verwüstet, sie kam 1891 unter französische und 1816 unter bayrische Herrschaft.

Der Marktplatz ist das Zentrum der Stadt. Hier dominiert das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit seiner charakteristischen Freitreppe. Gegenüber steht die "Kanne", das älteste Gasthaus der Pfalz (12. Jahrhundert). Die Pfarrkirche St. Ulrich (1440 - 1480) als dreischiffige Basilika und der Andreas-brunnen umrahmen den Platz mit dem "Deidesheimer Hof", einem Gutshaus von 1702. Fachwerk macht den Reiz der Stadt aus. In der Weinstraße dominieren die Weingüter von Bassermann-Jordan (1770, Ketschauerhof) und Buhl (stattlicher Barockbau).

Fotomuseum und Kurzzeitpflege

In einem restaurierten Winzerhaus in der Stadtmauergasse ist das Museum für Moderne Keramik eingerichtet. Das Museum für Kino- und Fototechnik liegt nahe dem 1494 gegründeten Bürgerspital mit seiner spätgotischen Kapelle. Ein Haus für Kurzzeitpflege und die "Begegnungsstätte der Generationen" mit Gästehaus und Tagescafé sind hier eingerichtet. Die evangelische Kirche stammt von 1875, die Friedhofskapelle von 1619.

 

Der Geißbock wird versteigert

Zu Pfingsten geht es hoch her: dienstags wird der Geißbock versteigert. Nach einem Vertrag aus dem 15. Jahrhundert, der durch Napoleon erneuert wurde, muss Lambrecht für Weiderechte im Deidesheimer Wald alljährlich einen Tributbock liefern. Beide Städte gestalten an den Pfingsttagen dazu historische Spiele. Sichtbarer Ausdruck: Der Geißbockbrunnen von Prof. Gernot Rumpf an der neuen Stadthalle.


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