Ortsgemeinde Elmstein


Hier dampft das "Kuckucksbähnel"

Mit dem Museumszug "Kuckucksbähnel", der im Normalfall jedes zweite Wochenende von Mai bis Oktober mit einer alten Lok von 1910 von Neustadt in den Pfälzerwald dampft, kommen viele Touristen nach Elmstein. Der staatlich anerkannte Erholungsort mit rund 3000 Einwohnern ist der flächenmäßig größte in der Verbandsgemeinde Lambrecht. Mit 37.000 Übernachtungen hat Elmstein in dieser Region des Pfälzerwaldes die höchsten Fremdenverkehrszahlen.

Das abseits der großen Verkehrsverbindungen liegende Elmstein scheint kaum das Interesse weltlicher oder geistlicher Herren geweckt zu haben. Um 1156 ist die gleichnamige Burg von den Pfalzgrafen errichtet worden, 1194 taucht in Urkunden "Elbstein" auf. Die Burg, von der ein schlanker Rest steht, wurde 1316 an die Leininger Grafen verpfändet. Im 30jährigen Krieg wurde sie teilweise, im pfälzischen Erbfolgekrieg völlig zerstört.

Das 1466 gegründete Dorf war in den Mauerring der Burg einbezogen und teilte ihr Schicksal. Während die Festung Ruine blieb, bauten die Menschen ihr Dorf wieder auf. Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert schmücken den Ort. Eine frühere Wappenschmiede wurde mit einem Anbau zum Waldarbeitsmuseum. Unterhalb der Burg befindet sich heute eine Künstlerkolonie mit Ferienmalschule. Im ehemaligen Appenthaler Lokschuppen ist Endstation des "Kuckucksbähnels"; die Strecke ins Elmsteiner Tal wurde 1984 für den Betrieb der Museumsbahn wiedereröffnet.

Eine Kirche taucht in Elmstein erstmals 1470 urkundlich auf ("St. Simon und Judas"). Auf ihrem Platz steht heute die evangelische Kirche von 1841/43, erbaut von August von Voit. Die katholische Kirche "Maria Heimsuchung" stammt von 1765. Die Wallfahrtskirche "Unbefleckte Empfängnis" von 1951 setzt eine Marientradition fort, die mit einer Kirche in Appenthal um 1488 begann; dieses Haus wurde in der Reformationszeit lutherisch und verfiel. Die wuchtige Turmruine ist ein Wahrzeichen der Gemeinde.

Die einzelnen Ortsteile, alles beliebte Wanderziele in idyllischer Landschaft, wurden 1969 zu Elmstein eingegliedert und liegen bis zu 600 m hoch. Außer Appenthal sind dies: Erlenbach, 1788 zuerst erwähnt; Harzofen (1828), auch Harzhütte wegen der Harzgewinnung aus Kiefern genannt, gehörte den Herren von Dalberg; Helmbach ist seit 1828 nachgewiesen, entwickelte sich erst nach dem 1. Weltkrieg zum Wohnplatz. Hier lädt der Helmbachweiher (im Eigentum des Landkreises Bad Dürkheim und neu angelegt) im Sommer zum Schwimmen und ausspannen ein. Röderthal entstand 1780; Schafhof taucht 1769 als Schäferei auf und ging in den Revolutionswirren 1793 unter; Schwarzbach übernahm den Namen des Baches; bei Speyerbrunn (1774 von HoIzfällern gegründet) ist die Quelle des Speyerbachs, nahe der Grenze des Landkreises Bad Dürkheim zu den Kreisen Kaiserslautern und Südwestpfalz.

Größter Ortsteil ist Iggelbach, schon 1399 erwähnt. 1466 wurden Schweizer und Franzosen (Hugenotten) hier angesiedelt. Bis 1795 gehörte der Ort zum kurpfälzischen Oberamt Neustadt. 1932 entstand das "Haus am Mühleck", Zentrum der Freireligiösen in der Bundesrepublik. Seit 1933 gibt es eine protestantische Kirche.


Links:

www.elmstein.de

 
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