Ortsgemeinde Gönnheim

Wein, Kulturhistorisches und Kunst

 

Erstmals urkundlich erwähnt in den Jahren 770/771 bei Schenkungen an die Klöster Lorsch und Fulda, wird Gönnheim im Jahr 2020/2021 die 1250-Jahr-Feier begehen. Bis ins 16. Jahrhundert lässt sich diese Zweiteilung verfolgen:

Die eine Dorfhälfte, 1065 von Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Speyer geschenkt, wurde 1353 an die Herren von Hirschhorn und 1550 an die Grafen von Leiningen-Dagsburg verliehen.

Die andere Ortshälfte, in der unter anderen die Klöster Seebach, Limburg, Lambrecht sowie die Ritter von Bolanden ebenfalls Güter besaßen, muss vor 1358 in den Besitz der Pfalzgrafen gekommen sein, die sie 1410 an die Herzöge von Zweibrücken weitergaben.

Gönnheim erscheint 1504 unter den kurpfälzischen Amtsdörfern, 1575 löst Kurfürst Johann Casimir die beiden verpfändeten Ortshälften ein. Der gesamte Klosterbesitz fiel, nachdem das Dorf zum reformierten Glauben übergetreten war (1556), der "geistlichen Güteradministration" des Kurfürsten in Heidelberg zu. Der Ort wurde dem Oberamt Neustadt unterstellt.

In den Kriegen der Jahre 1673 bis 1748 scheint das Dorf glimpflich davongekommen zu sein. Von größeren Zerstörungen ist nichts überliefert. Allerdings ist bekannt, dass im 17. Jahrhundert die Bevölkerung von 196 im Jahre 1618 auf noch genau zwölf Personen am Ende des 30jährigen Krieges zurückgegangen war.

Die heute protestantische Kirche entstand 1756, als sie nach einem Brand ihrer Vorgängerin, der St. Martinskapelle (1344), als barocker Saalbau wiederaufgebaut wurde. 1956 folgte der erneute Aufbau der 1942 zerbombten Kirche. 1979 erhielt der Turm die imposante Doppelzwiebelspitze.

Die nahezu 1600 Einwohner werden von der Verbandsgemeinde Wachenheim verwaltet. Haupterwerbszweige sind Wein- und Obstbau. Der Weinbau, auf rund 150 Hektar Rebfläche betrieben, macht den Ort weithin bekannt. Ferner erhielt aus Gönnheim als Deutsche Weinkönigin des Jahres 1982 Hildegard Weber die begehrte Krone.
Touristische Attraktionen sind am ersten Juli-Wochenende die Gönnheimer Wein-und Kulturtage mit integriertem WineStreetArt-Festival, zu dem aus mehreren Kontinenten und vielen Ländern Straßenmaler anreisen, so dass Straßen und Plätze zu Kunstwerken werden.
Als weiteres Gemeindefest feiern die Gönnheimer auf dem zentralen Kerwe-Platz die Gönnheimer Kerwe jährlich am letzten August-Wochenende.

Die vielfach stattlichen und historischen Gebäude des Ortskerns in Ludwig-, Bismarck- und Bahnhofstraße sind zusammengefasst und gekennzeichnet mit Hinweistafeln in „Gadepädelcher“ des Inneren Rundwegs. Informationen am Schaukasten beim Wiegehäusel/Marktler Platz.

Zur 1200-Jahr-Feier wurde ein wappengeschmückter Sandsteinbrunnen im Zentrum des Dorfes errichtet. Die Weinbaugemeinde ist stolz auf ihre Sporthalle (1981), ihre Friedhofshalle (1962) und ein neues Gemeindezentrum. Das alte Milchhäuschen wurde 1990 umgebaut. 1965 wurde die neue Verbandsschule Gönnheim-Friedelsheim eingeweiht. Die Einwohnerzahl der attraktiven Gemeinde, die im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mehrfach gut abschnitt, wächst.

Im Jahr 2007 fusionierten die Freiwilligen Feuerwehren Friedelsheim und Gönnheim und nahmen ein neues Gerätehaus zwischen Friedelsheim und Gönnheim in Betrieb. Im Jahr 2011 konnte die Einweihung der Kindertagesstätte Weltendecker Janusz-Korczak-Haus gefeiert werden; ebenfalls ein Gemeindegemeinschaftswerk Friedelsheim-Gönnheim.
Der Gemeinde verfügt über eine Haltestation der Straßenbahnlinie 4 der Rhein-Haardt-Bahn von Bad Dürkheim nach Mannheim und die Anbindungen an die Autobahnen sind sehr günstig nach allen Himmelsrichtungen.

(Text: Ortsgemeinde Gönnheim)
(Bild:  Ortsgemeinde Gönnheim - clickartJS)

Links:

www.goennheim.de


 
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