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Hitzewelle: Auch an Tiere denken!
Die Hitzewelle der kommenden Tage mit angekündigten Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius ist nicht nur für Menschen schwer erträglich. Wichtig ist auch, an Haustiere zu denken, wie Arno Fickus, Leiter des Veterinäramts betont. „Schon eine Schale Wasser für Haus- und Wildtiere und einige Vorsichtsmaßnahmen können bei diesen extremen Temperaturen Leben retten. Passen Sie auf Ihre tierischen Mitbewohner auf!“, sagt der Abteilungsleiter.
Tiere nicht im Auto lassen!
„Obwohl es allen klar sein sollte: Hunde oder andere Haustiere dürfen auf gar keinen Fall im Auto zurückgelassen werden, auch keine fünf Minuten!“, erklärt Fickus. Denn bereits nach kürzester Zeit können lebensgefährliche Temperaturen entstehen. „Und ein geöffnetes Fenster oder ein Schattenparkplatz reichen als Hitzeschutz definitiv nicht aus!“, so Fickus weiter.
Spaziergänge anpassen
Gassi gehen sollten Tierhalter auf früh morgens oder spät abends verlegen. „Machen Sie keine langen Spaziergänge oder andere sportlichen Aktivitäten mit Tier an heißen Tagen – vor allem nicht in der Mittagshitze“, rät der Abteilungsleiter. Und auch bei kleinen Spaziergängen sollte man ausreichend Trinkwasser für den Hund dabeihaben. Ein weiterer Aspekt, an den man im ersten Moment vielleicht nicht denkt: „Vorsicht vor heißem Asphalt bei diesen extremen Temperaturen: Tiere können sich ihre Pfoten verbrennen. Wir laufen ja auch nicht barfuß auf dem aufgeheizten Untergrund!“
Für Abkühlung sorgen
Wie der Mensch brauchen auch Tiere Abkühlung. „Schaffen Sie Schattenplätze, zu denen sich Ihr Tier zurückziehen kann. In der Hitze sind auch sich aufheizende, geschlossene Ställe, Transportboxen oder Gehege mit direkter Sonneneinstrahlung zu bedenken. „Sie können bei dieser Hitze schnell zur tödlichen Falle ohne Auswege für die Tiere werden“, warnt Fickus. Tiere brauchen Rückzugsorte, an denen Sie den hohen Temperaturen ausweichen können. Essenziell sei es auch, immer genug frisches Wasser bereitzustellen und die Näpfe oder Tränken regelmäßig zu reinigen und nachzufüllen.
Hilfreich können Kühlmatten, feuchte Handtücher oder ein Planschbecken sein“, zählt Fickus auf. Und noch etwas gilt für Mensch und Tier: „Langsam abkühlen, niemals mit eiskaltem Wasser schockartig übergießen.“ Das kann für Tiere genauso ungesund sein, wie für Menschen, die überhitzt ins kalte Wasser springen.
Eisgekühlte Schleckmatten
Was für uns Menschen der Gang in die Eisdiele ist, ist für Haustiere eine eisgekühlte Schleckmatte. Es gibt sie im Fachhandel und man kann sie mit Joghurt, Frischkäse, Nassfutter oder püriertem Obst bestreichen und einfrieren. „Das Schlecken der gekühlten Nahrung beschäftigt, beruhigt und sorgt beim Tier für angenehme Abkühlung“, weiß Fickus. Natürlich sollten nur gut verträgliche und für das jeweilige Tier geeignete Zutaten verwendet werden.
Auch kleine Tiere leiden unter Hitze
Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner und andere kleinere Tiere leiden ebenfalls unter den hohen Temperaturen. Wenn es drinnen deutlich kühler ist, sollte man sie – wenn möglich – bei extremer Hitze ins Haus holen. „Achten Sie darauf, dass Außengehege ausreichend beschattet sind. Sonnenschirme, Sonnensegel oder andere Schattenspender müssen dafür sorgen, dass sich die Tiere den ganzen Tag im Schatten aufhalten können“, betont der Leiter des Veterinäramts. Auch wenn Gehege drinnen vor Fenstern mit Sonneneinstrahlung stehen, muss für Schatten gesorgt sein.
An Wildtiere denken
Vögel, Igel und Insekten – auch unsere Gartenbewohnern macht die Hitze zu schaffen. „Wenn möglich, stellen Sie flache Wasserschalen auf. Um Insekten vor dem Ertrinken zu schützen, hilft ein Stein in der Schale“, rät Fickus. Auch diese Wasserquellen für Tiere sollten regelmäßig gewechselt und an einem schattigen, ruhigen Ort platziert werden.
Tierärztliche Hilfe im Notfall
Es ist wichtig, Warnzeichen eines Hitzschlags bei Tieren zu erkennen. Beim Hund sind es beispielsweise starkes Hecheln, Unruhe, Schwäche, Taumeln, Erbrechen oder Bewusstseinsstörung. Bei Verdacht sollte man das Tier langsam abkühlen und umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen. Außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten wird der nächstgelegene tierärztliche Notdienst meist auf dem Anrufbeantworter des Haustierarztes benannt.

