Frau mit Mundschutz

Gesundheit

Gesundheit

Die Gesundheitsämter bilden zusammen mit anderen Behörden, wie zum Beispiel dem Robert Koch-Institut in Berlin und dem Paul-Ehrlich-Institut in Langen, neben Klinik und Praxis die dritte Säule des öffentlichen Gesundheitswesens – den öffentlichen Gesundheitsdienst.

Wesentliche Aufgabe des Gesundheitsamtes ist die Förderung und der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Sowohl der einzelne als auch die Allgemeinheit soll geschützt und zu einer gesunden Lebensführung ermutigt werden. Das Gesundheitsamt ist als Abteilung Teil der Kreisverwaltung Bad Dürkheim, sitzt aber in Neustadt und ist auch für die Einwohnerinnen und Einwohner dieser kreisfreien Stadt zuständig. 

Amtsärztlicher Dienst und Schuluntersuchungen

Ärztinnen und Ärzte sind im Bereich „Amtsärztlicher Dienst“ und „Kinder- und Jugendärztlicher Dienst“ tätig. Zum ersteren zählen zum Beispiel Gutachten, aber auch HIV- und Impfberatung. Beim zweiten geht es vor allem um die Einschulungsuntersuchungen. In beiden Fällen ist dem Gesundheitsamt das Thema Beratung wichtig. Auch auf den Bereich Prävention wird großen Wert gelegt. Das Gesundheitsamt möchte nicht nur ein Ort sein, zu dem Menschen für eine Beratung kommen könnten – oder für eine betriebsärztliche Untersuchung kommen müssen. Es geht auf die Menschen zu, etwa durch Kooperationen mit der Agentur für Arbeit oder durch Präventionsveranstaltungen an Schulen. So wird die Öffentlichkeitsarbeit, die Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen, großgeschrieben.

Nach dem Kinderschutzgesetz Rheinland-Pfalz erinnert das Gesundheitsamt außerdem an die anstehenden U-Untersuchungen von Kleinkindern – und hakt nach, wenn ein Kind nicht zur Untersuchung erscheint. Notfalls mit Unterstützung des Jugendamts.

Sozialpsychiatrischer Dienst, Hygiene und Infektionsschutz

Ein weiterer großer Bereich des Gesundheitsamts ist der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI). Der SPDI kümmert sich um psychisch kranke Erwachsene, um Suchtkranke und um deren Angehörige. Ebenso wichtig: der „Dienst für Infektionsschutz, Hygiene und Prävention“. Die Hygienekontrolleure sind viel unterwegs, besuchen zum Beispiel Nagelstudios, Krankenhäuser und Badeseen und überprüfen, ob alles nach den Hygienerichtlinien passt. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Beratung. Zum Thema Hygiene ist auch das MRE-Netzwerk Pfalz zu nennen. In diesem haben sich mehrere Gesundheitsämter zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) zu kämpfen. 

Auch ein Bestandteil der Präventionsarbeit beim Gesundheitsamt ist es, meldepflichtige Krankheiten zu überwachen. In der Coronakrise lag hier der Arbeitsschwerpunkt. Wurden zuvor nur einzelne Fälle einer infektiösen Krankheit gemeldet – zum Beispiel Tuberkulose oder Masern - waren es in der Coronazeit hunderte pro Tag. Dies erforderte auch Ausnahmen vom üblichen Ablauf, der geregelt wie folgt aussieht: Dem Amt wird gemeldet, wenn jemand erkrankt. Daraufhin informiert es, dass auch das Umfeld des Patienten zu untersuchen ist. Dabei geht es sowohl um Aufklärung und Überwachung als auch um Beratung, wie weitere Infektionen verhindert werden können. Das gleiche gilt bei der Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz: Wer mit Lebensmitteln arbeitet, muss diesen Nachweis erbringen, den er bei einer Schulung im Gesundheitsamt erhält. Auch damit wird der Verbreitung von Krankheiten vorgebeugt.

Das Amt berät nach dem Prostitutionsschutzgesetz Menschen, die in der Prostitution tätig sind. Sie müssen zur kostenpflichtigen Beratung kommen und werden über gesundheitliche Fragen, etwa über die Kondompflicht, aufgeklärt. Schon seit ein paar Jahren kann das Amt dank eines neuen Testverfahrens einen Service zur MPU-Vorbereitung anbieten: Wer seinen Führerschein aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum verloren hat, muss nachweisen, dass er „trocken“ ist. Das geht mit Urintests, die im Gesundheitsamt gemacht werden können.


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