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Kooperation mit Kreisverwaltung: Neuer Dualer Studiengang Soziale Arbeit

Im Portfolio der Ausbildungen bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim ist mit einem neuen dualen Bachelorstudiengang Soziale Arbeit eine weitere Möglichkeit zum Start ins Berufsleben hinzugekommen. Zum Wintersemester 2026/27 startet der neue Studiengang an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Die Kreisverwaltung Bad Dürkheim ist einer der Kooperationspartner der Hochschule Ludwigshafen. Bewerbungen für die beiden Stellen im Dualen Studiengang bei der Kreisverwaltung sind noch bis Donnerstag, 9. April über das Onlineportal (kreis-bad-duerkheim.ppa-duew.jobs/) möglich.

Der Erste Kreisbeigeordnete Timo Jordan ist im Beirat des Studiengangs aktiv, in dem Praxispartner der Hochschule Ludwigshafen sitzen, um sich auszutauschen, den neuen Studiengang zu evaluieren und weiterzuentwickeln. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der Hochschule Ludwigshafen einen verlässlichen Partner in der Region gefunden haben. Mit dem neuen Studienangebot mit hohem Praxisanteil können wir die Studierenden wirklich auf das Arbeitsleben in dem so wichtigen Bereich vorbereiten. Damit gehen wir aktiv gegen den Fachkräftemangel an“, sagt Jordan zum neuen Studiengang. 

Im Februar ist der neue Studiengang an der Hochschule im Beisein des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Clemens Hoch, Jordan und zahlreicher weiterer Praxispartner vorgestellt worden. Das Land fördert den Studiengang zum Start. Die Initiative ging vor mehr als zwei Jahren von Waldemar Herder, Sozialdezernent der Stadt Worms aus, der Jordan früh für die Landkreise ins Boot geholt hat. Auch die Liga der freien Wohlfahrtspflege, Dachverband der freien Träger, kam dazu. „Bei der Konzeption konnten wir als Praxispartner viele Ideen einbringen. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Ludwigshafen ist hervorragend gelaufen“, betont Jordan.

Studiendauer: sieben Semester

Der Studiengang qualifiziert für alle Berufsfelder der Sozialen Arbeit: im Jugend- oder Sozialamt der Kreisverwaltung, bei frei-gemeinnützigen und privat-gewerblichen Trägern, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Sozialadministration, der Justiz, in den Bereichen Ausbildung, Arbeit und Freizeit, Gesundheit und Rehabilitation, kulturellen Bildung oder Wirtschaft und Forschung. Den duale Studiengang schließen Studierende nach sieben Semestern als Sozialarbeiter/Sozialarbeiterin oder Sozialpädagoge/ Sozialpädagogin ab. Pro Jahrgang gibt es 30 Plätze. Das Studium verknüpft die beiden Lernorte Hochschule und Praxisstelle eng miteinander.

Gerade die regionale Nähe zur Hochschule sieht der Erste Kreisbeigeordnete in dem Kontext als klaren Vorteil. Zuvor hatte die Kreisverwaltung mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg am Standort Villingen-Schwenningen kooperiert. Der Studiengang war im Blockmodell – drei Monate Hochschule, drei Monate Praxis – angelegt. Das ist im neuen Studiengang anders: Während des gesamten Studiums sind die Studierenden von Montag bis Mittwoch an der Hochschule und arbeiten donnerstags und freitags praktisch in der Kreisverwaltung beim Jugend- oder Sozialamt. „Jetzt können die Studierenden bei uns und an der Hochschule Ludwigshafen arbeiten und lernen und müssen ihren Lebensmittelpunkt nicht mehr alle drei Monate verlegen. Ein weiterer Vorteil: Die Studierenden können laufende Fälle bis zum Ende begleiten, was die praktische Ausbildung deutlich voranbringt“, sagt Jordan.

Fremdpraktikum im dritten Fachsemester

In der vorlesungsfreien Zeit erfolgt der Praxiseinsatz flexibler. Dafür erhalten Studierende während des gesamten Studiums eine Vergütung von 1370 bis 1465 Euro im Monat. Studiengebühren fallen nicht an, lediglich der Semesterbeitrag von aktuell rund 160 Euro pro Semester. Zusätzlich zu den wöchentlichen Praxiseinsätzen ist im dritten Fachsemester ein Fremdpraktikum vorgesehen, um Einblick in ein weiteres Handlungsfeld der Sozialen Arbeit zu gewähren. Im vierten Fachsemester absolvieren die Studierenden ein reines Praxissemester, in dem sie in Vollzeit an ihrer Stammpraxisstelle tätig sind.

Der duale Studiengang Soziale Arbeit richtet sich an Studieninteressierte, die sich mit sozialen Fragen und gesellschaftlichen Problemlagen auseinandersetzen und Theorie und Praxis eng miteinander verbinden möchten. Das Studium thematisiert unter anderem soziale Ungleichheit und Ausgrenzung und den gesellschaftlichen Umgang damit; die Studierenden reflektieren, wie Menschen in schwierigen Lebenslagen selbstbestimmt durch Soziale Arbeit unterstützt werden können.

Bei Kreisverwaltung bewerben

Bewerben können sich Studieninteressierte mit Abitur oder Fachhochschulreife sowie mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Durchschnittsnote mindestens 2,5) oder einer abgeschlossenen beruflichen Weiterqualifikation (Meisterprüfung oder vergleichbare Prüfung). Studieninteressierte bewerben sich bei der Kreisverwaltung oder anderen Praxispartnern. Nach der Zusage durch die Praxisstelle erfolgt die Immatrikulation an der Hochschule. Das Studium startet immer zum Wintersemester im September.

In Rheinland-Pfalz werden reguläre Bachelorstudiengänge der Sozialen Arbeit an der Hochschule Ludwigshafen und an der Hochschule Koblenz angeboten. Das Angebot wird nun durch den dualen Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Ludwigshafen erweitert.

Weitere Infos zum Studiengang Soziale Arbeit

Weitere Informationen zum Studiengang gibt es online bei der Hochschule Ludwigshafen unter www.hwg-lu.de/studium/bachelor/soziale-arbeit-dual-ba. Bei allen Fragen zum Studium, beim Studienstart und an der Schnittstelle von Hochschule und Praxispartnern werden die Studieninteressierten und auch die Studierenden durch den Praxiskoordinator Maximilian Schütz (Telefon 0621/5203-164, E-Mail
maximilian.schuetz@hwg-lu.de) unterstützt.

Weitere Informationen zu Bewerbung und Abläufen bei der Kreisverwaltung gibt es für Studieninteressierte bei Kerstin Neu, (Telefon 06322/961-1205, E-Mail kerstin-neu@kreis-bad-duerkheim.de).