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Ausstellung „Was ich anhatte“ berichtet von Erfahrungen von Opfern sexualisierter Gewalt
Die Ausstellung „Was ich anhatte“ wird am Mittwoch, 6. Mai, im Stadtmuseum, Römerstraße 20/22, in Bad Dürkheim eröffnet. Sie ist bis Mittwoch, 20. Mai, zu sehen. Die Wanderausstellung von Kuratorin und Dokumentarfilmerin Beatrix Wilmes macht anonymisiert die Erfahrungen von zwölf Frauen und Mädchen öffentlich, die sexualisierte Gewalt erlebt haben.
Dargestellt wird das durch die Kleidung, die die zwölf Opfer während der Tat getragen haben. Die jüngste Betroffene war sechs Jahre alt, die älteste über 80. „Es ist ein aufrüttelndes und gleichzeitig berührendes Projekt, das sensibilisieren und mobilisieren soll. Die Kleidung einer Frau, und sei es der knappste Minirock, kann niemals eine Rechtfertigung für sexualisierte Gewalt sein. Diese Schuldzuweisung an ein Opfer ist unerträglich. Darauf wollen wir mit dieser Ausstellung aufmerksam machen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Christina Koterba-Göbel.
Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld ist Schirmherr
Johanna Born, Leiterin des Bad Dürkheimer Frauenhauses Lila Villa, ergänzt: „Die Ausstellung gibt von sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen eine Stimme. Sie macht anderen Betroffenen Mut sich zu öffnen und auf Hilfsangebote zurück zu greifen. Außerdem räumt die Ausstellung mit Vorurteilen auf, die unterstellen, dass von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen eine Mitschuld tragen. Sie zeigt die Fakten: Jede Frau kann betroffen sein. 80 Prozent der Taten finden im sozialen Umfeld statt. Es geht den Tätern nicht um Sexualität, sondern um Macht und Kontrolle".
Die Ausstellung ist eine Kooperation von Koterba-Göbel, dem Stadtmuseum, dem Frauenbeirat und dem Verein Frauenhaus Lila Villa. Sie wird finanziell unterstützt durch die Stiftung des Landkreises und die Sparkasse Rhein-Haardt. Die Schirmherrschaft haben Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld und Bad Dürkheims Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt übernommen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Führungen für Schulklassen mit pädagogischem Rahmenprogramm
Für Schulklassen des Landkreises ab Jahrgangsstufe 9 bietet die Fachberatungsstelle Lila Villa begleitete Führungen mit pädagogischem Rahmenprogramm an. Die Führungen sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten des Stadtmuseums möglich. Diese sind Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für weitere Informationen und Terminvereinbarung für die Führung können sich interessierte Lehrkräfte unter Telefon 06322/620720 oder per E-Mail an fachberatung@lilavilla-duew.de bei der Fachberatungsstelle des Frauenhauses melden.

